FSV Frankfurt

Zahltag in Bornheim

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Der FSV Frankfurt empfängt am Samstag den Regionalliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken.

Das Interesse von Fußballfans, die Heimspiele des FSV Frankfurt zu verfolgen, hält sich seit dem Abstieg der Schwarz-Blauen aus der dritten Liga in die Regionalliga in Grenzen. Lediglich 1583 Zuschauer kamen in dieser Saison bisher im Durchschnitt, das ist für einen Traditionsverein recht bescheiden, zumal Kickers Offenbach schon seine Visitenkarte abgegeben hat. Der Ligaschnitt liegt bei 1488.

Am Samstag (14 Uhr) dürfte es noch mal einen (kleinen) Zahltag geben für die Bornheimer, denn der 1. FC Saarbrücken gastiert am Bornheimer Hang. Die Saarländer sind nicht nur Spitzenreiter der Südwest-Staffel, sondern haben sich mit couragierten Auftritten bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorgekämpft und -gespielt, Anfang März erwarten sie die Düsseldorfer Fortuna, der Bundesligist hatte zuvor Saarbrückens Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern besiegt. „Unser Gegner schwebt derzeit auf Wolke sieben“, beschreibt FSV-Trainer Thomas Brendel den Erfolgslauf des FCS.

Keine Frage, für den FSV hat das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr eine ganz besondere Bedeutung – und die Chancen des Tabellen-13. stehen gar nicht mal so schlecht, dem Ligaprimus die Punkte streitig zu machen. In den beiden letzten Testspielen nahmen die Kicker aus dem Frankfurter Osten den FCS unter die Lupe, überzeugen konnten die Saarländer gegen den abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten FK Pirmasens (1:2) und das luxemburgische Erstliga-Topteam Progrés Niederkorn (1:1) nicht.

„Der Trainerwechsel macht sich bemerkbar, die neuen Abläufe sind noch nicht so drin“, fasst Brendel seine Eindrücke zusammen. Saarbrücken hatte sich Anfang Dezember von seinem Cheftrainer Dirk Lottner getrennt und kurz vor Weihnachten Lukas Kwasniok als seinen Nachfolger präsentiert. Kwasnioks Pflichtspieleinstand war grandios, im Pokal-Achtelfinale schaltete sein Team den Zweitligisten Karlsruher SC aus. Jetzt steht Ligaalltag an. Die Fans des Bundesliga-Gründungsmitglieds sind jedenfalls erfolgshungrig, mehrere Hundert werden in Frankfurt erwartet. Heimspielstimmung wird also nur bedingt aufkommen beim FSV, der insgesamt mit 2000 bis 2500 Zuschauern rechnet.

In Rückkehrer Jesse Sierck, Neuzugang Alban Lekaj sowie Robin Williams und Emir Sejdovic muss Brendel auf vier angeschlagene Spieler verzichten. Die wichtigen Offensivkräfte Arif Güclü und Muhamed Alawie waren zwar zuletzt malade, doch der FSV-Coach äußert sich zuversichtlich, dass beide mitwirken können. Im Kader dürften Mischa Häuser, der 2019 lange verletzungsbedingt ausfiel, und der A-Junior Andu Kelati stehen. „Für uns ist das Spiel eine richtige Standortbestimmung. Ich glaube, dass wir ganz gut drauf sind“, sagt Brendel.

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