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Da feiern die BVB-Profis noch vor leerer Tribüne.
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Da feiern die BVB-Profis noch vor leerer Tribüne.

Revierderby

Wut, Ekstase, Strafanzeigen

  • VonPeter Schwennecker
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Nach dem Derby können Anhänger beider Lager ihre Emotionen nicht kanalisieren, in Gelsenkirchen muss die Polizei eingreifen.

Es waren gespenstische Szenen, die sich nach dem Derby am Rande der Arena in Gelsenkirchen abspielten. Während die Mannschaft des FC Schalke 04 nach der 0:4-Derbypleite gegen den Rivalen aus Dortmund schnell den Weg Richtung Kabine suchte, versammelten sich draußen vor den Toren rund 200 Fans der Königsblauen und versuchten, in das Innere des Stadions zu gelangen, um das Team zur Rede zu stellen. Was letztlich von zahlreich anwesenden Polizeikräften unterbunden wurde.

Es wurde ein Strafverfahren wegen Widerstandes eingeleitet, in diesem Zusammenhang kam es zu Schlagstockeinsatz, aber laut Polizei nicht zu Verletzten und Festnahmen. Noch während der ersten Halbzeit hatten diese Anhänger die Mannschaft mit einem kleinen Feuerwerk mit Raketen und Böllern angefeuert, doch der Funke sprang im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf den Rasen über.

Auch bei Gegner Dortmund gab es eine Fanansammlung - aus Gründen der Freude. Den Corona-Richtlinien wurde der Jubel bei Ankunft des Mannschaftsbusses in Dortmund nicht gerecht. Denn 150 bis 200 Fans trugen teils weder Masken noch hielten sie den notwendigen Abstand ein. Zudem feierten auch die BVB-Spieler im Bus und filmten dies „im Überschwang“, wie der Klub mitteilte.

Auf einem Video, das auf dem Account von Mahmoud Dahoud auf Instagram veröffentlicht worden war, war zu sehen, wie BVB-Profis hinter der Frontscheibe Fans zujubelten, die sie mit Pyrotechnik in Empfang nahmen. Die Spieler sangen BVB-Lieder und skandierten „Derbysieger“. Das mehr als zehnminütige Video wurde in der Nacht zu Sonntag wieder gelöscht. Die Dortmunder baten um Entschuldigung für die Vorkommnisse. Die Deutsche Fußball-Liga forderte eine Stellungnahme des BVB an. Nach Angaben der Dortmunder Polizei liegt eine Strafanzeige vor.

Die Stimmung auf Schalke hat derweil den Tiefpunkt erreicht. Inzwischen ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt fast auf den Nullpunkt gesunken. Trainer Christian Gross übte sich in Durchhalteparolen. Was soll der Schweizer auch anderes tun? „Wir glauben bis zum bitteren Ende, dass der Klassenerhalt noch möglich ist“, erklärte der 66-Jährige im ZDF. „Wir fighten und werden alles versuchen. Es bleibt uns nichts anderes übrig.“ Sein Gesichtsausdruck spiegelte aber etwas anderes wider. „Ich bin sehr enttäuscht über das Resultat. Ein Derby mit 0:4 zu verlieren, ist hart.“

Die Knappen sind gebeutelt: Schon beim Warmmachen hatte Neuzugang Shkodran Mustafi wegen muskulärer Probleme passen müssen. Dann zog sich auch noch Schlussmann Ralf Fährmann eine Bauchmuskelverletzung zu. Nach 30 Minuten musste er in Abwesenheit des verletzten Ersatztorhüter Frederik Rönnow gegen den 36-Jährigen Michael Langer ausgetauscht werden. Und Winter-Einlauf Klaas-Jan Huntelaar saß wegen seiner offenbar langwierigen Wadenblessur ohnehin erneut nur auf der Tribüne. Auch Goncalo Paciencia und Mark Uth fielen aus, entsprechend harmlos waren die wenigen Angriffe. (mit dpa)

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