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Wirbelwind: Der Mainzer Trainer Bo Svensson lässt Youngster Paul Nebel hochleben.
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Wirbelwind: Der Mainzer Trainer Bo Svensson lässt Youngster Paul Nebel hochleben.

Sieg gegen RB Leipzig

Wundersame Mainzer

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Coronageplagt gelingt den Rheinhessen ein Sensationssieg gegen Titelkandidat RB Leipzig.

Mainz 05 hat eine der größten Überraschungen der fast 60-jährigen Bundesligahistorie vollbracht. Mit einem beispiellosen emotionalen Kraftakt gewannen die wegen eines Corona-Ausbruchs im Kader um eine volle Elf dezimierten Rheinhessen am Sonntag 1:0 (1:0) gegen den Titelanwärter RB Leipzig. Die Stimmung in der Mainzer Fußballarena war anlässlich des Sensationssieges so intensiv wie zuletzt im Bruchwegstadion in Zeiten von Jürgen Klopp. Dabei waren lediglich 10 500 der erlaubten 13 500 Fans gekommen. Diejenigen, die sich nicht zu einem Besuch durchringen konnten, unter anderem etliche Ultras, verpassten einen unvergesslichen Nachmittag. An dessen Ende marschierten die stolzen Mainzer Profis in einer Klatschparade ums Spielfeld.

Leipzig einfallslos

Das entscheidende Tor erzielte der vorbildliche Kapitän Moussa Niakathé mit einem Abstauber in der 13. Minute. Gegen eine bis zum letzten Schweißtropfen kämpfende und hervorragend organisierte Mainzer Mannschaft kamen die einfallslosen und auch psychologisch mit der Situation überforderten Gäste aus Sachsen erstaunlicherweise nur zu einer klaren Torchance. Der bärenstarke Torwart Robin Zentner, der etliche hohe Flanken pflückte, parierte den Schuss von RB-Neuzugang Mohamed Simakan nach einer knappen Stunde. Viel mehr fiel Leipzig nicht ein. Auch weil die Nullfünfer jeden Meter mitgingen und sich in jeden Ball warfen.

Eine ganz besonders lobenswerte Leistung zeigten die Jungprofis Paul Nebel, 18 Jahre alt, und Niklas Tauer, 20. Beide gehörten erstmals zur Bundesligastartelf und lieferten. Als sie nacheinander in der Schlussphase völlig entkräftet ausgewechselt wurden, erhoben sich die Menschen und klatschten so laut, wie in Mainz schon lange nicht mehr geklatscht worden ist. Auch der Koreaner Jae Sung Lee und der Schweizer Silvan Widmer überzeugten in ihrem ersten Bundesligaspiel.

Nach dem Schlusspfiff wirbelte ein enthemmt feiernder Trainer Bo Svensson den kleinen Nebel durch die Luft. Auch der Trainer hatte in der Coachingzone alles gegeben und die Mannschaft perfekt eingestellt.

Weil sich drei Mainzer Profis und ein Co-Trainer mit Covid-19 infiziert hatten, mussten ungeimpfte neun weitere Spieler und ein Assistent auf Weisung des Gesundheitsamtes in Quarantäne und fehlten so am Sonntag. Mainz 05 hatte deshalb nur ein einziges Wochentraining absolvieren können. Auf der Bank saßen fünf Amateurspieler, unter anderem der 33-jährige Stephan Fürstner, der am Ende sogar Spielzeit bekam. Immerhin verteilten sich die nicht einsatzfähigen 05-Profis gut auf alle Mannschaftsteile. So fehlten unter anderem in der Abwehr Jeremiah St. Juste und Daniel Brosinski, im Mittelfeld Jean-Paul Boetius und Dominik Kohr und im Sturm Karim Onisiwo und Adam Szalai.

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