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WM-Aus nach Sieg über Costa Rica: Musiala sprüht, Müller enttäuscht

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Von: Thomas Kilchenstein

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Ein weiterer Tiefpunkt, Deutschland ist raus. Foto: dpa
Ein weiterer Tiefpunkt, Deutschland ist raus. Foto: dpa © dpa

Die DFB-Elf siegt zwar mit 4:2 gegen Costa Rica, kassiert doch eine derbe Niederlage und fährt nach Hause. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Jamal Musiala: Der Junge macht einfach Spaß. Scheinbar ohne Nerven, ohne Zweifel, unbekümmert. Schoss als erster aufs Tor (2.), war flink, dribbelte nach Herzenslust und wie weiland Jay Jay Okocha aus Frankfurt. Er sprühte vor Spiellust. Zuweilen ein Schnörkel, ein Dribbling zu viel. Er hat Ideen und er kann sie umsetzen, als einziger. Sollte vielleicht auch mal ein Tor schießen.

Kai Havertz: Brachte frischen Wind, wohl auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Schaffte den Ausgleich und das 3:2. Mehr kann man als Joker in 25 Minuten kaum erreichen.

Ganz okay

Serge Gnabry: Sein bislang bestes WM-Spiel, was nicht schwer war, weil er kaum ein gutes hatte. Wichtig sein Führungstor (11.), verzog noch einmal knapp. War aber deutlich präsenter als zuletzt, oft am Ball. Zug zum Tor vorhanden.

Niclas Füllkrug: Kam, als das Spiel außer Rand und Band war. Vergab eine hundertprozentige Gelegenheit, machte dann aber sein Tor zum 4:2.

So lala

David Raum: Viel lief über seine Seite. Gescheite Flanken dieses Mal. Eine davon führte zum 1:0, engagiert und aufmerksam. Wäre eine Kategorie höher, hätte er sich nicht den einen oder anderen Leichtsinnsfehler erlaubt.

Ilkay Gündogan: Abfangjäger. Klarer Sechser. Holte sich hinten die Bälle ab, verteilte sie. Sollte dass Spiel lenken. Gelang nicht immer, hatte nicht so viele Ideen, den dichten Kokon der Mittelamerikaner zu sprengen,

Joshua Kimmich: Erstmals wieder seit der WM in Russland in der Nationalelf hinten rechts. Das mag er nicht, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft. Manch gut getimte Flanke. Durfte im zweiten Abschnitt wieder ins Mittelfeld. Fühlte sich dort sichtlich wohler.

WM-Niederlage der deutschen gegen Costa Rica: Müller kaum im Spiel

Leroy Sané: Manchmal blitzte sein Können auf, etwa bei einem wunderschönen Pass auf Gnabry (21.), mal ein schöner Sprint. Aber eigentlich ist das zu wenig für einen Spieler seiner Fähigkeiten.

Manuel Neuer: Im Grunde beschäftigungslos. Einmal musste er eingreifen, wehrte den Schuss von Fuller (44.) klasse ab. Die nächsten Schüsse waren drin. Kann er den Kopfball vor dem 1:1-Ausgleich nicht fangen? Er wehrte ihn nach vorne ab. Höchst unglücklich beim 1:2. Sah da nicht gut aus.

Leon Goretzka: Konnte dem deutschen Spiel nicht den Stempel aufdrücken wie erhofft. Kämpferisch stark. Hatte Pech mit einem Kopfball, den Navas prima entschärfte. Hätte sich mehr einbringen können. Zog sich eine leichte Blessur zu, blieb zur Pause in der Kabine.

Lukas Klostermann : Kam nach der Pause, spielte hinten rechts, ohne aufzufallen. Die beiden Gegentore konnte er nicht verhindern.

Mario Götze: Kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Bemüht, aber ohne große Wirkung.

Schwächelnd

Antonio Rüdiger: Defensiv anfangs überhaupt nicht geprüft. Dann unterlief ihm kurz vor der Pause ein enormer Bock. Verunsichert danach, verlor die Ordnung, war bei 1:1-Ausgleich nicht auf der Höhe

Niklas Süle: Siehe Rüdiger. Dazu viel zu oft zu weit vorne. Fehlte in der ersten Halbzeit einmal hinten, weil er vorne war. Auch er beim Ausgleich nicht zur Stelle. Er verlor vor dem 1:2 das Kopfballduell.

Thomas Müller: Hatte früh die erste Chance per Kopf (5.), daneben. Was hätte wohl Füllkrug damit angestellt. Kaum im Spiel, ohne Wirkung.

Zu spät gekommen

Matthias Ginter. kil

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