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WM 2022: Sow kritisiert FIFA-Änderung – und bezeichnet sie als respektlos

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Von: Sascha Mehr

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Djibril Sow bei der WM 2022 in Katar.
Djibril Sow bei der WM 2022 in Katar. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Djibril Sow, Nationalspieler der Schweiz, hat eine neue Regelung bei der WM kritisiert und als respektlos gegenüber dem Gegner bezeichnet.

Katar - Die Nationalmannschaft der Schweiz ist erfolgreich in die WM 2022 in Katar gestartet. Gegen Kamerun gab es einen verdienten, aber auch mühsamen 1:0-Sieg. Torschütze für die Eidgenossen war ausgerechnet Breel Embolo, der damit gegen sein Geburtsland traf. Dementsprechend verhalten fiel der Jubel nach dem Treffer aus. Durch die drei Punkte hat die Schweiz einen ersten Schritt in Richtung Achtelfinale der Weltmeisterschaft gemacht, auch wenn der Weg nach weit ist.

WM 2022: Sow kritisiert lange Nachspielzeiten

Djibril Sow, Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt und der Schweiz, ist froh über den Auftaktsieg gegen Kamerun. „Wir sind sehr glücklich mit dem Sieg. Jetzt haben wir Selbstvertrauen getankt für die nächsten Spiele“, sagte er in einem Interview mit Spox und Goal. Ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig waren allerdings die Umstände der Partie für ihn: „In der Sonne war es schon heiß, aber dann kam auch immer wieder ein kühles Lüftchen von der Klimaanlage. Ich fand es von der Hitze her nicht so schlimm. Es war eher von der Zeit her komisch, weil man schon um neun Uhr Nudeln essen musste. Das war ungewohnt.“

Kritik gab es von Sow für die langen Nachspielzeiten, die es auf Anweisung der FIFA bei der WM 2022 in Katar gibt. Sie sind deutlich höher als in den nationalen Ligen und dem Europapokal und betrugen teilweise über zehn Minuten - selbst bei klaren Spielständen. „Ich habe das Spiel zwischen Spanien und Costa Rica gesehen. Dass es da noch acht Minuten Nachspielzeit geben muss, glaube ich nicht. Ich finde das blödsinnig. Man muss ein bisschen ein Gespür haben. Wenn es 6:0 steht, muss man nicht noch acht Minuten draufhauen. Da geht es auch um Respekt vor dem Gegner“, so Sow zu Spox und Goal.

WM 2022: Schweiz trifft auf Brasilien

Für die Schweiz geht es bei der WM in Katar weiter mit dem Duell gegen Top-Favorit Brasilien. Bei einem Sieg über die Südamerikaner wäre Sow & Co. das Achtelfinale kaum noch zu nehmen und selbst bei einem Remis sind die Chancen weiterhin groß, die K.o.-Runde zu erreichen. Sollte die Schweiz gegen die Brasilianer verlieren, könnte es am letzten Spieltag auf ein „Endspiel“ um das Achtelfinal-Ticket gegen Serbien hinauslaufen.

Unterdessen gibt es eine Kehrtwende bei der WM. Ordnungskräfte gingen bislang hart gegen Menschen vor, die etwas mit Regenbogenfarben tragen. Das soll sich nun ändern. Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der WM 2022 schon vor dem zweiten Spiel mächtig unter Druck. Nun wird über den Besuch der Familien im Quartier diskutiert. (smr)

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