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WM 2022: Rüdiger, Ginter & Co. – Überrascht Hansi Flick bei Nominierung der Innenverteidiger?

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Von: Jan Oeftger

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Um die Innenverteidiger-Plätze bei der WM 2022 kämpfen einige Spieler. Wer bei Hansi Flick sein DFB-Ticket so gut wie sicher haben dürfte und bei wem es eng wird.

Frankfurt – Bis zur WM 2022 in Katar sind es nur noch weniger als drei Monate. Der Kampf um die Plätze im Kader der Deutschen Nationalmannschaft wird immer heißer. Gerade für die Innenverteidigung hat der Bundestrainer Hansi Flick eine große Auswahl mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen. Eine Übersicht, wer dem DFB-Team bei der Winter-WM angehören könnte.

Antonio Rüdiger (Real Madrid): Der gebürtige Berliner gilt als gesetzt in der Innenverteidigung von Flick. Seit der neue Bundestrainer im Amt ist, sammelte Antonio Rüdiger die meisten Einsatzminuten aller Innenverteidiger des DFB. Seinen Platz im Aufgebot für Katar hat er sicher. Im Sommer wechselte er vom FC Chelsea zum Champions-League-Sieger Real Madrid. Sollte er sich dort einen Stammplatz erarbeiten, sind seine Aussichten auf einen solchen auch bei der WM sehr gut.

Mats Hummels (links) kämpft um seinen Platz im DFB-Team. Antonio Rüdiger dürfte für die WM 2022 gesetzt sein.
Mats Hummels (links) kämpft um seinen Platz im DFB-Team. Antonio Rüdiger dürfte für die WM 2022 gesetzt sein. © Gladys Chai/imago

WM 2022: Dortmunder Innenverteidiger-Trio kämpft Plätze im DFB-Team

Niklas Süle (Borussia Dortmund): Flick nominierte den wuchtigen Innenverteidiger immer für den Kader, wenn er fit war. Der Bundestrainer befürwortete den Schritt von Niklas Süle, zu Borussia Dortmund zu wechseln. Den Kaderplatz beim DFB wird ihm keiner nehmen. Die Chancen, als Stammspieler in das Turnier zu gehen, gibt es ebenfalls. Allerdings wird er dafür bis dahin konstante Leistungen abrufen müssen. Konkurrenten gibt es aus dem eigenen Verein.

Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund): Einer der ersten Flick-Debütanten – Nico Schlotterbeck sucht auch als Innenverteidiger gerne mal die spielerische Lösung. Der 22-Jährige ist im Sommer mit seinem Wechsel zum BVB den nächsten Schritt gegangen. Als Stammspieler bei einem Champions-League-Verein wird er sehr gute Chancen haben, in Katar dabei zu sein. Er wird sich mit Süle um einen Platz in der Startelf streiten.

Mats Hummels (Borussia Dortmund): Der nächste Borusse, der sicherlich die geringsten Chancen der drei hat. Flick hat bis jetzt komplett auf den Routinier verzichtet. Beim BVB möchte Mats Hummels seine Leistungen stabilisieren und könnte sich damit für die Deutsche Nationalmannschaft empfehlen. Auch vor der EM 2020 war er aussortiert. Der damalige Bundestrainer Joachim Löw holte ihn kurz vor Turnierstart zurück. Wäre auch für Katar eine erfahrene Alternative, die sicherlich nicht viel Anlaufzeit benötigt. Sollten alle fit bleiben, ist eine Nominierung jedoch eher unwahrscheinlich.

WM 2022: Wechsel könnten Ginter und Kehrer neuen Schwung für Deutsche Nationalmannschaft verleihen

Matthias Ginter (SC Freiburg): Der 28-Jährige ist einer der Verlierer unter Flick. Während Matthias Ginter unter Löw noch eine Konstante war, durfte er bei Flick in nur zwei von 13 Partien mitwirken. Zuletzt fehlte er sogar im Kader. Mit seinem Wechsel im Sommer zurück zum Jugendklub SC Freiburg dürfte er seine Chancen beim DFB wieder erhöht haben. Flick „hat mir direkt gratuliert“, sagte Ginter dem kicker über seinen Wechsel. In den ersten Spielen zeigte er in einem ruhigeren Umfeld starke Leistungen. Bestätigt er diese, könnte er noch auf den WM-Zug springen.

Thilo Kehrer (West Ham United): Wie so viele seiner Innenverteidiger-Kollegen hat auch Thilo Kehrer im Sommer den Verein gewechselt. Nach vier Jahren setzte Paris Saint-Germain nicht mehr auf den flexiblen Verteidiger – ganz im Gegensatz zu Hansi Flick. Unter ihm verpasste er nur zwei Länderspiele. Seinen Platz im Kader der Deutschen Nationalmannschaft hat er sicher. Eher stellt sich die Frage, ob Flick ihn als Außen- oder Innenverteidiger einplant. Doch genau solche Spieler sind bei einem großen Turnier gefragt.

WM 2022: Flick hat auch auf anderen Positionen eine große Auswahl

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Der Leverkusener durfte sich zuletzt mal wieder in der Deutschen Nationalmannschaft präsentieren. Der vermasselte Saisonstart mit seinem Verein dürfte seine Chancen unter Flick jedoch nicht erhöht haben. Kann Jonathan Tah sich mit Bayer aus der Krise herausarbeiten und dabei positiv herausstechen, könnte er eine Alternative bleiben. Insgesamt sind seine Chancen auf ein WM-Ticket bei der Konkurrenz dennoch eher gering.

Doch nicht nur in der Innenverteidigung hat der Bundestrainer die Qual der Wahl. Auch auf der Torhüter-Position gibt es in der Deutschen Nationalmannschaft eine große Auswahl. Ein anderer Spieler scheint seinen Platz dagegen jetzt schon sicher zu haben.(Jan Oeftger)

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