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WM 2022: Lahm gibt ambitioniertes Turnierziel aus

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Von: Niklas Kirk

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Philipp Lahm bei einem Poduimsgespräch über sein Buch Gesund kann jeder beim Büchertalk Die 30-Minuten-WG von Stern und
Philipp Lahm bei einem Podiumsgespräch © IMAGO/Peter Back

Trotz fehlender Favoritenrolle gibt Philipp Lahm das Halbfinale bei der WM 2022 als Ziel für das DFB-Team aus. Der Schlüssel zum Erfolg soll im Teamgeist liegen.

Frankfurt – Die Einschätzungen zur Wettbewerbsfähigkeit des DFB-Teams bei der WM 2022 waren nach dem 1:0-Arbeitserfolg gegen den Oman in aller Munde. Während einhellig von einer abgewendeten Blamage die Rede war, konnte Bundestrainer Hansi Flick zumindest feststellen, dass die Einheit „seinen Sinn erfüllt“ hätte, nicht jedoch ohne seine Mannschaft mahnend in die Pflicht zu nehmen.

„Mit einigen Defensivszenen war ich nicht glücklich“, so der Bundestrainer und kündigte für den WM-Start gegen Japan kommenden Mittwoch (23. November) „eine andere Körperlichkeit“ an. „Eins-gegen-eins-Situationen wegzuschenken“, wie im Spiel im letzten Test, könne man sich nicht mehr erlauben.

Lahm über das DFB-Team bei WM 2022: „Geschichte schreiben und Vertrauen zurückgewinnen“

In die Pflicht wird die Nationalmannschaft auch von Weltmeister Phillip Lahm genommen. Der heutige Geschäftsführer der DFB Euro GmbH, die mit der Organisation der kommenden EM betraut ist, gibt das Erreichen des Halbfinals als Turnierziel bei der WM 2022 aus. Wohl wissend, dass die DFB-Elf zurzeit nicht zu den „ersten drei, vier Nationen zähle“ und somit kein Favorit auf den Titelgewinn ist. Dennoch müsse es das Ziel sein, „unter die letzten Vier zukommen“, so Lahm gegenüber dem RedaktionsNetzwek Deutschland.

Als möglichen Schlüssel zum Erfolg sieht Lahm einen zu formenden Teamgeist, der Lahm aus eigener Erfahrung vom WM Turnier 2014 bekannt sein dürfte. „Ich finde es wichtig, dass wieder eine Identität stattfindet. Aber das passiert häufig erst während eines Turniers“, sagte der langjährige Bayern-Profi: „Die letzten Auftritte bei großen Turnieren waren enttäuschend – umso mehr gilt es nun, eine neue Geschichte zu schreiben, das Vertrauen zurückzugewinnen. Die Diskussion über ‚Die Mannschaft‘ (das zwischenzeitliche Marketinglabel der Auswahl) ist ja auch deshalb entstanden, weil nicht mehr drin war, was draufstand.“

DFB-Team: Klinsmann fordert, das „Desaster von Russland“ vergessen zu machen

In diese Erwartungshaltung zur WM 2022 stimmt auch ein Europameister und ehemaliger Bundestrainer ein, wenn auch drastischer formuliert. Jürgen Klinsmann nennt das Erreichen des Halbfinals als Minimalziel. „Das ist ihre Mission und das wissen sie auch. Alles andere als das Erreichen der Runde der letzten Vier ist für uns enttäuschend, wenn man unsere Geschichte bei Weltmeisterschaften betrachtet“, schrieb Klinsmann in einem Beitrag für BBC online.

Da die Nationalmannschaft bei der WM 2018 erstmals in der Vorrunde ausschied, gehe es laut Klinsmann auch darum, das „Desaster von Russland“ vergessen zu machen.

Zu weiteren Einschätzungen in Bezug auf das WM-Turnier – vor allem abseits der sportlichen Belange – stand indessen Thomas Hitzlsperger im Interview mit der FR Rede und Antwort. (nki)

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