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WM-Aus: DFB-Star spricht von Angst

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Von: Sascha Mehr

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Deutschland ist bei der WM in der Vorrunde ausgeschieden. Joshua Kimmich gibt nach der Partie gegen Costa Rica ein emotionales Interview.

Katar - Deutschland ist bei der WM in Katar bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Wieder einmal. Schon 2018 in Russland kam die DFB-Auswahl nicht über die Gruppenphase hinaus und musste in der K.o.-Phase zuschauen. Die Bilder nach dem Schlusspfiff des Spiels gegen Costa Rica, das mit 4:2 gewonnen wurde, gleichen sich mit denen von vor vier Jahren. Damals unterlag man völlig überraschend Südkorea. Dieses Mal ist man machtlos, denn Japan gewinnt zeitgleich gegen Spanien und kegelt die deutsche Mannschaft aus dem Wettbewerb.

Gnabry über Ausscheiden bei WM 2022: „Wir sind selber schuld“

„Wir sind selber schuld“, sagt ein extrem enttäuschter Serge Gnabry, der gegen Costa Rica das 1:0 erzielte. „Mit dem Ergebnis, was Spanien gemacht hat, haben wir nicht gerechnet. Aber wir müssen uns an unsere eigene Nase packen. Mit so einer Qualität darf es uns nicht passieren, gegen Japan zu verlieren. Das Spiel gegen Japan hat alles kaputt gemacht“, blickt Kai Havertz zurück auf das Auftaktspiel, das trotz Führung noch verloren wurde. Am Ende war es diese Partie, die der DFB-Auswahl zum Verhängnis wird.

Für Joshua Kimmich (r.) ist das WM-Aus der bitterste Tag seiner Karriere.
Für Joshua Kimmich (r.) ist das WM-Aus der bitterste Tag seiner Karriere. © IMAGO/Michael Kienzler

Mehrere DFB-Spieler wollen nichts sagen nach dem WM-Aus, Joshua Kimmich stellt sich aber den Journalisten in der Mixed Zone und lässt seinen Emotionen freien Lauf: „Ich habe ein bisschen Angst davor, in ein Loch zu fallen. Für mich ist heute der schwierigste Tag meiner Karriere. Ich bin 2016 zur Nationalmannschaft gestoßen. Davor war Deutschland immer im Halbfinale. Dann scheiden wir zweimal in der Vorrunde aus und letztes Jahr im EM-Achtelfinale. Das ist nicht so einfach zu verkraften, weil ich persönlich mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht werde. Dafür will man nicht stehen.“

WM 2022: Kimmich kämpft mit den Tränen

Der Leistungsträger und Führungsspieler der deutschen Nationalmannschaft kämpft mit den Tränen, ist völlig niedergeschlagen. Selbst mit ihm als Anführer hat es die DFB-Auswahl bei drei Turnieren in Folge nicht geschafft, weiter als ins Achtelfinale zu kommen – jetzt zum zweiten Mal in Serie das Aus in der Gruppenphase bei einer Weltmeisterschaft. Es ist offen, wie es nun weitergeht bei der Nationalmannschaft.

Hansi Flick und Oliver Bierhoff wollen gerne weitermachen, wie sie kurz nach dem Ausscheiden sagen, mit dem Ziel EM 2024 im eigenen Land. „Mir macht es Spaß. Wir haben eine gute Mannschaft“, so Flick, der es aber nicht schaffte, eine Mannschaft zu formen, die konstant guten und erfolgreichen Fußball spielen kann. Beide müssen sich der Analyse stellen und die Verantwortung für das Scheitern übernehmen – personelle Veränderungen sind nicht gänzlich ausgeschlossen. „Leider habe ich keine Argumente mit drei schlechten Turnieren, die ich dagegenhalten könnte“, gibt sich Bierhoff realistisch, bevor nun unruhige Tage und Wochen auf die Verantwortlichen der Nationalmannschaft und den DFB zukommen werden.

Unterdessen kritisiert Bastian Schweinsteiger nach dem WM-Aus die Einstellung der DFB-Elf. Hansi Flick kann das nicht verstehen und liefert sich einen kurzen Schlagabtausch. Michael Ballack lässt als Experte von Magenta TV kein gutes Haar am DFB-Team. (smr)

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