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Tagebuch zur WM 2022: Die Wüste ruft

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Von: Jan Christian Müller

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Jan Christian Müller, Sportreporter bei der Frankfurter Rundschau, berichtet live von der WM 2022.
Jan Christian Müller, Sportreporter bei der Frankfurter Rundschau, berichtet live von der WM 2022. © afp/dpa/Imago/N. Bruckmann/M. Litzka (Montage)

Jan Christian Müller berichtet live von der WM 2022. In seinem Tagebuch schreibt er über die Ereignisse vor Ort.

Doha - In diesen Stunden, da dieser zweite Teil des WM-Blogs online gestellt wird, sollte ich bereits in Doha gelandet sein. Habe diese Zeilen sicherheitshalber vor dem Abflug schon geschrieben. Bei einem so großen Turnier wie der WM 2022 - mag das Ausrichterland auch noch so klein sein - empfiehlt es sich, auf Alleingänge tunlichst zu verzichten. Also haben wir uns zu viert zusammengetan, kostengünstig einen gemeinsamen Wagen gemietet und wollen versuchen, das in der Wüste gemeinsam hinzukriegen.

Auch die Vorbereitungen lassen sich besser organisieren, wenn man sich mit anderen abstimmen kann. Handy und SIM-Karte in Katar? Wichtig, sonst wird das Roaming teuer. Also besser für einen Monat inkl. 300 Freiminuten kostengünstig gemietet. Herunterladen und registrieren in der Hayya-App, ohne die nichts läuft in Katar? Hat irgendwann endlich geklappt. Coronatest notwendig? Seit 1. November nicht mehr! Internationaler Führerschein? Dringend erforderlich! Anmelden der deutschen Spiele im Fifa-Portal? Nicht vergessen! Laptop beim katarischen Zoll anmelden? Wird verlangt! Akkreditierung nach der Landung im Medienzentrum von Doha abholen? Klappt das? Fragen über Fragen also, die beantwortet werden müssen.

WM 2022: Ein Quartier außerhalb der Metropole Doha

Die allermeisten Kollegen haben sich in Doha einquartiert. Dort sind die Hotels jedoch zum Teil hyper-teuer. Zudem hielten wir es für angeraten, uns außerhalb der Metropole in Richtung des WM-Basislagers der deutschen Nationalmannschaft eine Unterkunft zu suchen. Die Wahl fiel auf ein Apartment in Al-Khor (oft auch Al-Chaur geschrieben) zwischen Wüste und Persischem Golf auf halbem Weg zwischen Doha und dem 108 Kilometer von der Hauptstadt entfernten Zulal Wellness Resort, wo der DFB logiert.

Der Vorteil an Al-Khor: Es dürfte dort weit weniger Verkehr herrschen als in Doha, es wohnen dort nur so rund 50.000 Menschen, Fans werden sich nur an Spieltagen dorthin verirren, man ist schneller bei den Pressekonferenzen des DFB, und: Zwei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung finden im Al-Bayt-Stadion in Al-Khor statt. Von unserer Bude aus sind es laut Google Maps weniger als zwei Kilometer. Das müssten wir problemlos zu Fuß schaffen, auch wenn es in Katar nur wenige Fußwege gibt.

Wie es dort tatsächlich aussieht? Erzähle ich euch in einem der nächsten Tagebücher. Den ersten Teil lesen Sie übrigens hier.

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