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Tagebuch zur WM 2022: Damals in Doha

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Von: Jan Christian Müller

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Jan Christian Müller, Sportreporter bei der Frankfurter Rundschau, berichtet live von der WM 2022 in Katar.
Jan Christian Müller, Sportreporter bei der Frankfurter Rundschau, berichtet live von der WM 2022 in Katar. © afp/dpa/Imago/N. Bruckmann/M. Litzka (Montage)

Jan Christian Müller berichtet live von der WM 2022. In seinem Tagebuch schreibt er über die Ereignisse vor Ort.

Doha - Es ist wieder so weit. Ein großes Turnier steht vor der Tür. Nicht gerade Zeit, um Hurra zu rufen, aber dennoch Zeit zum bloggen im WM-Tagebuch, das im Jahr 2008 als EM-Tagebuch anfing. Es ist also schon die achte Auflage, das Internet hat sich tatsächlich durchgesetzt.

Ein bisschen erschreckend, wie die Zeit vergeht. Und, ja, es ist ein bisschen mehr als nur ein bisschen erschreckend, dass diese Fußball-Weltmeisterschaft tatsächlich im klitzekleinen Katar - kaum 180 Kilometer lang und höchstens 85 Kilometer breit - stattfindet.  

WM 2022: Vor elf Jahren gab es den Hamad Flughafen in Katar noch nicht

Heute Abend startet mein Flug nach Doha. Mitten in der Nacht zum Freitag werde ich dort am Hamad International Airport ankommen. Es ist mein zweiter Besuch in Katar. Vor elf Jahren, bei einer viertägigen Reportagereise, gab es den Hamad Flughafen noch gar nicht. Er wurde gerade gebaut, und ich erinnere mich, dass wir in einem Kleinbus über die halbfertige Rollbahn gefahren wurden und laut des Reiseführers 40.000 Menschen dort arbeiteten. Tatsächlich herrschte ein unglaubliches Gewusel auf dem riesigen Gelände. Allein das Terminal der Familie des Emirs: unfassbar groß. 

WM 2022: Jan Christian Müller wollte 2011 nachspüren, wie Katar tickt

Es war Dezember 2011, die Temperaturen sehr erträglich – und ich muss an dieser Stelle zugeben: Die Situation der Arbeitsmigranten habe ich seinerzeit nicht erkannt. Mir ging es damals mehr darum, dass diese jetzt tatsächlich am Sonntag (20. November 2022) in Katar beginnende Fußball-Weltmeisterschaft doch eigentlich nie in dieses winzige Land hätte vergeben werden dürfen. Und ich wollte nachspüren, wie Katar tickt. Es war aber schwer, in der geleiteten Tour damals wirklich hinter die Kulissen zu blicken. Tatsächlich findet sich die Reportage noch im Netz.

Man muss ja nicht unbedingt stolz sein auf das, was man vor elf Jahren geschrieben hat. Aber man sollte es auch nicht unter den Teppich kehren. Ich bin gespannt, was uns diesmal erwartet.

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