1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

WM 2022: Gündogdan zählt Mitspieler an – Flick reagiert

Erstellt:

Von: Melanie Gottschalk

Kommentare

Ilkay Gündogan ist nach dem Spiel des DFB-Teams sauer.
Ilkay Gündogan ist nach dem Spiel des DFB-Teams sauer. © Ulmer/imago

Nach dem verpatzten Start in die WM 2022 gegen Japan kritisiert Ilkay Gündogan seine Mitspieler hart. Bundestrainer Hansi Flick findet deutliche Worte dafür.

Doha - Dem DFB-Team ist der Start in die WM 2022 misslungen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick startete zunächst gut in die Partie gegen Japan, ging mit 1:0 durch einen Treffer von Ilkay Gündogan in Führung. In der zweiten Halbzeit schlichen sich dann aber vor allem in der Abwehr mehrere Fehler ein und Japan reichten acht Minuten, um die Partie zu drehen. Wie bereits 2018 droht nun das Vorrunden-Aus.

Vor allem Ilkay Gündogan ließ nach dem Spiel am ARD-Mikro seinem Frust freien Lauf. „Wir haben es Japan zu einfach gemacht. Gerade beim zweiten Tor, ich weiß nicht, ob jemals bei einer WM ein einfacheres Tor erzielt wurde, das darf nicht passieren“, wetterte er. Das DFB-Team habe seiner Meinung nach das erste Spiel bei der WM 2022 „weitestgehend dominiert“. „Vorne hatten wir unfassbare Möglichkeiten und haben das zweite nicht erzielt. Wie die Tore gefallen sind, das darf uns nicht passieren.“

WM 2022: Gündogan findet nach Niederlage des DFB-Teams deutliche Worte

Dem DFB-Team habe von hinten raus ein bisschen die Überzeugung am Ball gefehlt. Zudem habe sich die Mannschaft laut Gündogan in der zweiten Halbzeit zu sehr auf lange Bälle verlassen. „Und die Kurzen, die wir gespielt haben, haben wir zu einfach verloren. Man hatte das gefühlt, dass nicht jeder den Ball unbedingt haben wollte. Wir haben viel zu oft und viel zu einfach den Ball verloren“, sagte der Mittelfeldspieler von Manchester City nach dem Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2022.

Deutliche Worte von Gündogan gegen seine Mannschaftskameraden. Bundestrainer Hansi Flick reagierte prompt. Auf Nachfrage sagte er bei der Pressekonferenz am Donnerstag (24. November): „Es ist Ilkays Meinung und es ist okay, dass er das sagt. Es ist wichtig, dass man im Spiel, wenn man unter Druck ist, den Mut hat, sich anzubieten. Ja, gegen Ungarn Ende September war es ähnlich. Wir haben seitdem aber nur vier Trainingseinheiten gehabt, um etwas zu entwickeln.“

WM 2022: Kai Havertz kann „Frust nach dem Spiel“ verstehen

Auch Kai Havertz wurde auf die Kritik seines Mitspielers angesprochen, sagte dazu: „Wir hatten viele gute Torchancen, deshalb weiß ich nicht genau. Ich kann den Frust nach dem Spiel auf jeden Fall verstehen. Jetzt gilt es, positiv zu bleiben, nach vorne zu schauen und Sonntag das Beste draus zu machen.“ Am Sonntag (27. November) trifft das DFB-Team um 20 Uhr auf Spanien, dann muss die Leistung passen, wenn sie sich noch die Chance auf ein Weiterkommen bei der WM 2022 wahren wollen. (msb)

Auch interessant

Kommentare