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WM 2022: Hansi Flick ignoriert DFB-Star – Plötzlich keine Chance auf WM-Nominierung mehr?

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Von: Johannes Skiba

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Hansi Flick hat die Qual der Wahl für den WM-Kader.
Hansi Flick hat die Qual der Wahl für den WM-Kader. © IMAGO

Nach einem Traumstart in der deutschen Nationalmannschaft haben zahlreiche Verletzungen Karim Adeyemi mittlerweile ins Abseits befördert. Schafft er es in Hansi Flicks WM-Kader?

Dortmund – Ein besseres Debüt kann ein Stürmer der deutschen Nationalmannschaft kaum haben. Gleich in seinem ersten Spiel für die DFB-Elf konnte sich Karim Adeyemi beim 6:0 gegen Armenien in die Torschützenliste eintragen. Der Einsatz im September 2021 war einer von bislang insgesamt vier Länderspieleinsätzen. Dass nur drei weitere Spiele seit seiner Premiere hinzukamen, hatte vor allem mit Verletzungspech zu tun. Genauso wie für die Nichtberücksichtigung zur von Hansi Flick höchstpersönlich ausgerufenen „Generalprobe“ gegen Ungarn und England in der Nations League.

Nach seiner Premiere im September kamen zwei weitere Partien im Oktober hinzu. Danach verfolgte den 20-Jährigen aber das Pech. Im November war er während der Länderspiele in Quarantäne. Im März diesen Jahres setzte ihn genau zum Zeitpunkt der Testländerspiele gegen Israel und die Niederlande eine Oberschenkelverletzung außer Gefecht. Eine Nominierung für diese verpassten Partien wäre wahrscheinlich gewesen. Mit Red Bull Salzburg spielte der Shootingstar eine herausragende Saison. Er wurde Meister, Pokalsieger und mit 19 Treffern Torschützenkönig. Es half alles nichts. In der DFB-Auswahl konnte er sich nicht festspielen.

Deutsche Nationalmannschaft: Adeyemi nur mit fünf von 360 möglichen Einsatzminuten im Juni

Zum Ende der Saison rief Bundestrainer Hansi Flick dann doch wieder an. Für die vier Nations League Spiele im Juni erhielt der Angreifer eine Einladung. Doch konnte Adeyemi offensichtlich nicht auf sich aufmerksam machen. In drei der vier Begegnungen wurde er aus dem Kader gestrichen und musste auf der Tribüne Platz nehmen. Gegen Ungarn reichte es bei seinem vierten Länderspiel nur zu fünf Minuten Spielzeit. Ähnlich wie Mario Götze sieht Adeyemi eine große Konkurrenz vor sich.

Der Sommerwechsel nach Dortmund sollte da Abhilfe verschaffen. Zum einen sollte er durch die Bundesliga mehr ins Rampenlicht rücken, um auf sich aufmerksam zu machen. In der österreichischen Bundesliga war das nur bedingt möglich. Zum anderen sah Adeyemi attraktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten beim BVB. So weit, so gut. Doch setzen ihn auch bei seinem neuen Arbeitgeber Verletzungen bisher zu oft außer Kraft.

Seit seinem Start im Ruhrpott Anfang Juni fehlte das Sturmjuwel insgesamt einen Monat. Kaum Einsätze, kaum Tore, kaum Entwicklung. Der gebürtige Münchner kann dem DFB aktuell nur wenig anbieten. Viel Zeit bleibt Adeyemi nicht mehr. Der kleine Hoffnungsschimmer besteht darin, dass Flick gestern nur 24 Spieler berief. Für die WM werden ihm 26 Profis zur Verfügung stehen. Ob der Offensivakteuer einen dieser beiden Plätze erobern kann, ist aber leider mehr als fraglich. (jsk)

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