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DFB-Star glaubt nicht an WM-Titel: „Wäre Überraschung, wenn wir gewinnen“

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Von: Sascha Mehr

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Die DFB-Auswahl ist bei der WM 2022 in Katar kein Top-Favorit. Für einen Spieler der deutschen Nationalmannschaft wäre der Titel eine Überraschung.

Frankfurt - Der letzte Spieltag der Fußball-Bundesliga ist absolviert, doch für die Nationalspieler gibt es kein Durchatmen, denn in wenigen Tagen startet die WM 2022 in Katar. Die DFB-Auswahl trifft in der Gruppenphase auf Spanien, Japan und Costa Rica. Platz zwei muss es nach drei Spielen werden, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Das sollte möglich sein, doch als Favorit auf den Titel geht die Mannschaft von Trainer Hansi Flick nicht in das Turnier.

WM 2022: Deutschland zählt nicht zu den Top-Favoriten

Antonio Rüdiger (l.) und Thomas Müller.
Antonio Rüdiger (l.) und Thomas Müller. © IMAGO/O.Behrendt

Nach der großen Enttäuschung bei der EM 2021, als im Achtelfinale gegen England Endstation war, ist auch bei der WM 2022 der große Wurf nicht zu erwarten. Zu durchwachsen waren die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft in den vergangenen Monaten. Andere Nationen werden stärker eingeschätzt, trotzdem ist in bei einer Weltmeisterschaft alles möglich. Um ein Wörtchen mitzureden um den Titel, muss aber alles passen bei der DFB-Auswahl.

Antonio Rüdiger, Innenverteidiger von Real Madrid und Teil des deutschen Kaders für die WM 2022, schätzt die Situation vor Beginn des Turniers realistisch ein. „Man kann Deutschland zwar nie aus dem Kreis der möglichen Sieger herausnehmen. Aber wenn man sich anschaut, was wir in den letzten Monaten gemacht haben, kann man schon sagen, dass es eine Überraschung wäre, wenn wir gewinnen“, sagte der 29-Jährige zur spanischen Zeitung AS.

WM 2022: Rüdiger glaubt an gutes Turnier der DFB-Elf

Für Antonio Rüdiger zählt vor allem Brasilien zu den großen Favoriten. Bei den Samba-Kickern stehen mit Rodrygo, Vinicius Junior und Éder Militão der Teamkollegen des Deutschen von Real Madrid im Kader. Trotzdem glaubt er, dass auch die deutsche Nationalmannschaft ein gutes Turnier spielen kann. „2014 gab es eine hervorragende Generation, Spieler wie Kroos, Götze, Lahm, Schweinsteiger - viele. Aber ich denke, dass es jetzt auch eine großartige Generation von Spielern gibt, die Großes erreichen können“, so Rüdiger.

Für ihn selbst ist es nach 2018 die zweite Weltmeisterschaft. „2018 war ich schon dabei, saß allerdings meist auf der Bank, war noch jung. Jetzt genieße ich eine andere Rolle, die des Anführers. Dafür habe ich mein ganzes Leben lang gearbeitet. Ich bin bereit“, gibt sich der 29-Jährige selbstbewusst und benennt die Stärken der DFB-Auswahl: „Wir sind eine Pressing-Maschine. Wir gewinnen gerne Zweikämpfe, wir stehlen gerne Bälle.“ In der Gruppe geht es wohl gegen Spanien um den Gruppensieg, Rüdiger sieht die Iberer aber ebenfalls als junge Mannschaft, die „eventuell noch Zeit braucht.“

Unterdessen schließen sich Fanorganisationen in ganz Deutschland der Initiative „Boycott Qatar 2022“ an. Die Fifa ist unbeeindruckt und erwartet die „größte Show aller Zeiten“. Lionel Messi unternimmt in Katar einen letzten Anlauf auf seinen ersten WM-Titel. Einer Simulation zufolge wird dieser erfolgreich. Ein Blick in die Vergangenheit lässt aufhorchen. (smr)

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