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Die Spieler von Borussia Dortmund stehen in Brügge vor dem Training im Jan-Breydel-Stadion.

Champions League

BVB will in Brügge internationalen Ruf aufbessern

In der vergangenen Saison verabschiedete sich Borussia Dortmund früh und auf unwürdige Weise aus der Champions League. Selbst gegen Fußball-Zwerg APOEL Nikosia gelang kein Sieg. In Brügge soll die Trendwende eingeleitet werden.

Zum Start in die Gruppe A der Champions League tritt Borussia Dortmund heute beim FC Brügge an. Dafür hat sich der Revierclub viel vorgenommen. Nach dem bisher guten Saisonauftakt wächst die Zuversicht, dass der Wettbewerb wieder mehr Freude als im Vorjahr bereitet.

AUSGANGSLAGE: Der FC Brügge gilt als der vermeintlich leichteste Gruppengegner. Erfolge gegen die weiteren Gegner Atletico Madrid und AS Monaco dürften schwerer fallen. Ein Fehlstart beim belgischen Meister würde die Ambitionen der Dortmunder, in die K.o.-Runde einzuziehen, schon früh gefährden. „Es sollte uns nicht passieren, dass wir bedingt durch eine Niederlage der Musik gleich wieder hinterherlaufen“, sagte Sebastian Kehl, der neue Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung, dem „Kicker“ mit Blick auf den 1:3-Fehlstart im vergangenen Jahr bei Tottenham Hotspur. Am Ende schied der BVB ohne Sieg schon in der Gruppenphase aus.

PERSONAL: Trainer Lucien Favre muss in Brügge auf Torjäger Paco Alcácer und Thomas Delaney verzichten. Vor allem der Ausfall von Delaney wiegt schwer. Schließlich sind solch zweikampfstarke Mittelfeldspieler wie der ehemalige Bremer in solchen Partien gefragt. Neuzugang Alcácer hätte voraussichtlich aufgrund seiner erst kurzen Zeit beim BVB ohnehin nicht in der Startelf gestanden. „Thomas Delaney hat seit Tagen Knieprobleme. Es ist nicht schlimm, aber es ist besser, wenn er gegen Brügge nicht spielt“, sagte Favre.

DAUERTHEMA: Die anhaltenden Fragen nach Mario Götze beantwortet Trainer Favre mittlerweile mit einem Lächeln. „Ich kann darauf nicht klar antworten. Es sind viele Spieler im Kader, vor allem im Mittelfeld“, sagte der Trainer vor dem Abschlusstraining in Brügge. Das klang nicht nach einem Startelf-Einsatz für den prominenten Bankdrücker, der in keinem der drei bisherigen Bundesligaspiele zum Einsatz kam. Laut Aussage von Favre wird das aber nicht so bleiben: „Wir werden bei den vielen Spielen nicht nur elf Profis brauchen.“

GEGNER: Der belgische Meister ist stark in die neue Saison gestartet. Mit 19 von 21 Punkten führt Brügge die Tabelle der Jupiler League an. Doch international ist die jüngste Bilanz dürftig. Die Belgier haben noch nie die K.-o.-Runde der Champions League erreicht. Bei der letzten Gruppenphasen-Teilnahme gab es gar sechs Niederlagen in Folge. Dennoch warnte Favre davor, den Gegner zu unterschätzen: „Sie waren Meister in Belgien. Das sagt alles. Wir müssen sehr kompakt spielen, sehr gut verteidigen und intelligent nach vorn spielen.“

(Von Heinz Büse, dpa)

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