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BVB-Trainer Lucien Favre warnt davor Brügge zu unterschätzen.

Champions League

BVB will an bessere Zeiten anknüpfen

Sang und klanglos schied Dortmund in der Gruppenphase der Champions League aus. Deshalb ist das neue Team von Trainer Lucien Favre in dieser Saison besonders gefordert.

Mit ein bisschen Wut und viel Entschlossenheit stiegen die Spieler von Borussia Dortmund in den Flieger Richtung Belgien. Auf der ersten Station ihrer Wiedergutmachungs-Tour für die völlig verkorkste Champions-League-Saison im Vorjahr will die Mannschaft von Trainer Lucien Favre beim FC Brügge den Grundstein für eine erfolgreiche Reise durch Europa legen und dabei auch das leidige Dauerthema Mario Götze in den Hintergrund drängen.

„Wir wollen die Gruppenphase überstehen und in der Champions League überwintern. Dafür brauchen wir ein gutes Ergebnis in Brügge“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. In der vergangenen Saison scheiterte der BVB nach zwei enttäuschenden Unentschieden gegen Außenseiter APOEL Nikosia und insgesamt vier Niederlagen gegen Real Madrid und Tottenham Hotspur kläglich in der Vorrunde. „Es sollte uns nicht wieder passieren, dass wir durch eine Niederlage der Musik gleich wieder hinterherlaufen. Wir wollen unsere Ambitionen sofort klar untermauern“, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung, im „Kicker“-Interview.

Elf Spiele, nur ein Sieg

In den vergangenen elf Spielen in der Königsklasse gelang dem BVB nur ein Sieg. „Wir sind gereift. Letzte Saison haben wir viele Spiele aus der Hand gegeben, weil wir nicht bis zum Schluss da waren oder gekämpft haben, um den Sieg zu halten. In dieser Saison haben wir einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Torhüter Roman Bürki vor dem wegweisenden Spiel beim belgischen Meister. Kapitän Marco Reus ergänzte: „Durch unseren Saisonstart haben wir viel Selbstvertrauen.“

Vom Papier her ist Brügge die leichteste Aufgabe. AS Monaco und Atletico Madrid komplettieren die Gruppe A. „Wir dürfen es aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir müssen zu hundert Prozent da sein und unsere beste Leistung zeigen“, sagte Innenverteidiger Manuel Akanji.

Ob Götze im Jan-Breydel-Stadion mitwirken darf, ist offen. In den ersten drei Bundesligaspielen wurde der WM-Held von 2014 keine einzige Minute eingesetzt. „Lasst Mario einfach mal in Ruhe. Ich weiß, dass er noch wichtig für uns werden wird. Und ich weiß auch, was Favre von ihm hält – nämlich sehr viel“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der „Bild“-Zeitung. Götze mache trotz seiner Rolle als Ersatzspieler „gerade alles richtig, ist fokussiert, bietet sich an, lässt nicht nach.“

Der Saisonstart gelang mit zwei Siegen und einem Unentschieden auch ohne Götze. „Es sind aber viele Sachen zu verbessern“, sagte Favre, der auf seine Neuzugänge Paco Alcacer (Oberschenkelprobleme) und Thomas Delaney (leicht angeschlagen) verzichten muss.

In die Startelf dürfte hingegen wieder Axel Witsel bei der Rückkehr in seine belgische Heimat rücken. Der WM-Dritte warnt vor Brügge. „Sie haben die besten Fußballer in Belgien“, sagte Witsel, fügte aber an: „Mit unserer Qualität sollten wir gewinnen.“  (sid)

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