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Ludwig Augustinsson (l) erzielt das späte 1:1.

Bremen - Freiburg

Werder schafft späten Ausgleich in Freiburg

Werder Bremen steckt weiter im Formtief. Der späte Ausgleich in Freiburg stoppt zumindest die Niederlagen-Serie der Norddeutschen, die aber vor schweren Wochen stehen.

Mit dem 1000. Gegentor für den SC Freiburg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga hat Ludwig Augustinsson die vierte Niederlage in Serie für Werder Bremen gerade noch verhindert. Der schwedische Abwehrspieler rettete mit seinem Treffer in der Nachspielzeit am Sonntag ein 1:1 (0:1) bei den Breisgauern. Vor den 24 000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion zeigte das Team von Trainer Florian Kohfeldt allerdings eine über weite Strecken schwache Leistung und hatte viel Glück, weil die Gastgeber ihre Chancen zum Sieg nicht nutzten. U21-Nationalspieler Luca Waldschmidt (42. Minute) hatte die Freiburger per Hand-Elfmeter in Führung gebracht.

In den kommenden Wochen vor der Winterpause kommt auf Werder nun ein extrem schwieriges Restprogramm zu. Zunächst empfängt der Tabellensiebte am kommenden Samstag Rekordmeister FC Bayern München im Weserstadion. Anschließend geht es im Dezember unter anderem auch noch zu Borussia Dortmund und RB Leipzig.

Trainer Kohfeldt dürfte in diesen Wochen wie selten zuvor in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere gefordert sein – und unter kritischer Beobachtung stehen. „Wir lassen uns nicht unterkriegen. Es ist immer wichtig, Punkte zu machen. Wir sind drei Punkte hinter Bayern“, sagte Werder-Kapitän Max Kruse trotzig.

Wie sehr die aktuelle Situation den Bremern zusetzt, zeigte sich in Freiburg von Beginn an. In der ersten halben Stunde war von Werder in der Offensive nichts zu sehen. Stattdessen scheiterten die Freiburger Waldschmidt (11.), Pascal Stenzel (17.) und Marco Terrazzino (25.) mehrfach aus der Distanz.

Auch Torjäger Kruse blieb im Angriff ohne gefährliche Aktionen. Vor der Länderspielpause waren Zweifel am Fitnesszustand des 30-Jährigen aufgekommen. Bei seinem Ex-Club in Freiburg zeigte Kruse zwar eine engagierte Laufleistung, agierte aber mehrmals unglücklich.

Die restliche Bremer Offensive brauchte eine halbe Stunde, um sich an ihre alten Qualitäten zu erinnern. Innerhalb von nur zwei Minuten vergaben Martin Harnik (31.) und Davy Klaassen die bis dahin größten Gelegenheiten des Spiels. Immerhin machten die Chancen den Gästen Mut, Werder traute sich in der Folge mehr zu – bis der Rückschlag folgte.

Einen erneuten Distanzschuss von Waldschmidt (40.) wehrte Innenverteidiger Niklas Moisander mit dem ausgestreckten Arm ab. Schiedsrichter Bastian Dankert schaute sich die Szene nochmal auf dem Videobildschirm an und entschied anschließend auf Elfmeter, den Waldschmidt souverän verwandelte.

Überraschend war, dass Werder gerade über die Außenbahnen kaum Gefahr entwickelte. Stattdessen hätten Waldschmidt (50.) und Lucas Höler (85.) die Führung noch ausbauen können, scheiterten aber an Torhüter Jiri Pavlenka. Kurz vor Schluss traf Höler zudem freistehend den Pfosten (87.).

Das wurde durch die späte Offensive der Bremer bestraft, die Augustinsson zum Ausgleich nutzte. „Das ist natürlich bitter. Wir laufen viermal allein auf den Torwart zu, da müssen wir einen machen, dann ist das Spiel gegessen“, sagte Abwehrspieler Christian Günter. Damit wurde auch die Freiburger Freude über das Comeback von Nationalspieler Nils Petersen nach Verletzungspause in der 68. Minute getrübt. (dpa)

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