Kaan Ayhan , Fortuna-Spieler, drückte sich die Hand von Gegenspieler Hübner selbst ins Gesicht.
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Kaan Ayhan , Fortuna-Spieler, drückte sich die Hand von Gegenspieler Hübner selbst ins Gesicht.

Voll daneben: Kaan Ayhan

Wenn das Opfer zum Täter wird

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Düsseldorfs Ayhan provoziert Platzverweis für Hoffenheims Hübner: „Eine Schande“.

Wer sich ausschließlich für Statistiken interessiert, der wird Benjamin Hübner neuerdings für einen ganz schönen Rüpel halten. 112 Bundesligapartien war der Verteidiger der TSG Hoffenheim ohne Platzverweis geblieben, ehe ihn dieses Schicksal nun in den zwei aufeinanderfolgenden Partien ereilte. Erst mit Gelb-Rot gegen Mainz, jetzt mit Rot bei Fortuna Düsseldorf. Böser Benjamin. Mitnichten. Denn in diesem Fall war der Täter das Opfer – und umgekehrt.

Das war passiert: Bei einem Eckball packten sich Hübner und sein Düsseldorfer Opponent Kaan Ayhan gegenseitig am Schlafittchen. Hier ein bisschen Trikotziehen, dort ein wenig Schubsen, nichts Dramatisches, handelsübliches Abstandhalten. Plötzlich aber wischte Ayhan sich die Hand von Hübner selbst ins Gesicht und ging theatralisch zu Boden. Hübner sah Rot, der Videoschiedsrichter griff – warum auch immer – nicht ein und der Sohn des Eintracht-Managers Bruno Hübner schäumte vor Wut über den ehemaligen Frankfurter Profi Ayhan: „Was er daraus macht, ist für mich eine ganz große Frechheit und eine Schande. Das nimmt mir den Spaß am Fußball.“

Zu allem Überfluss erklärte Ayhan nach dem für seine Fortuna enttäuschenden, weil ja lange Zeit in Überzahl herausgespielten 2:2 auch noch, nur seinem Instinkt gefolgt zu sein: „Der erste Impuls war, dass ich relativ deutlich eine Faust gespürt habe. Dann habe ich gemerkt, dass es nicht ganz so doll weh tut.“ Am Boden wälzte er sich dennoch.

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