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Kommt mit einem eher grenzwertigen Vorschlag um die Ecke: Arsene Wenger.
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Kommt mit einem eher grenzwertigen Vorschlag um die Ecke: Arsene Wenger.

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Wengers Schnapsidee

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Eine WM soll nicht mehr jeden vierten, sondern jeden zweiten Sommer stattfinden und die EM auf ungerade Jahre ausweichen – das ist keine guter Vorschlag.

Die Welt des Fußballs hat eigentlich nur ein Problem: Dass ein Jahr mit seinen 365 Tagen zu kurz ist, um jedem Interesse gerecht zu werden. Die Verbände, die Vereine – sie wollen mehr Wettbewerbe, mehr Erlösquellen. Die Spieler – sie nehmen das Geld gerne, aber bräuchten auch mal Pause, weil sie sonst nicht mehr die Leistung bringen können, die den Markt für sie schafft.

Nun nimmt sich Arsene Wenger der Problematik an. Der Trainer-Doyen ist Leiter der Abteilung für globale Entwicklung des Fußballs bei der Fifa – was sicher auch ein Zeichen dafür ist: Er findet keinen Verein mehr. Andererseits: Er hat sich eingearbeitet, der Report zum Stand des Weltfußballs umfasst 20 000 Seiten, und weil er sich mit allen 211 Mitgliedsverbänden der Fifa befasst hat, dürfte Wenger im Stand-Land-Fluss unschlagbar sein.

Wenger schlägt vor, die Abstellungsperioden für Nationalmannschaften von fünf auf eine zu verkürzen, im Oktober sollten dann immer sieben Qualifikationsspiele stattfinden. Dafür wird Beifall erklingen – von Klubs, die es nervt, wenn ihre Südamerikaner oder Asiaten alle paar Wochen um die halbe Welt fliegen und irgendwann platt sind. In den Ligen könnte konzentrierter, gezielter gearbeitet werden.

Der Haupt-Haken bei Wengers Plänen ist aber: Sie schützen die Spieler nicht wirklich. Denn eine WM soll nicht mehr jeden vierten, sondern jeden zweiten Sommer stattfinden und die EM auf ungerade Jahre ausweichen. Von vier Jahren wären drei mit einem Turnier belegt.

Fifa halt: Sie umgarnt die kleinen, die exotischen Verbände mit der Aussicht, mal bei den Großen mitspielen zu dürfen. Ab 2026 wird die WM eh auf 48 Teilnehmer erweitert und verliert an Reiz. Nein, die EM sollte – siehe das sportlich hochwertige Turnier jetzt – die Alternative bleiben. Mal WM, mal EM – und alles ist gut.

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