Bayern München

Wenger wird’s nicht

  • schließen

Bayern erteilen Trainer eine Absage und geben sich vor Topspiel kleinlaut.

Die Pappteller, die die Spieler des FC Bayern am Mittwoch in die Münchner Nacht trugen, waren gut gefüllt. Kohlenhydrate gab es nach dem 2:0 gegen Piräus, die Energiespeicher sollten rasch gefüllt werden. „Wir haben sofort mit der Regeneration begonnen“, sagte Hansi Flick, der Interimstrainer. Die Zeit ist knapp: Gestern auslaufen, heute Training – und dann wartet im Topspiel am Samstag gegen Dortmund ein anderes Kaliber als Piräus.

Normalerweise wäre dieser Abend einer gewesen, der schnell abgehakt worden wäre. Zwei Tore geschossen, keines kassiert, den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale gesichert. Alles okay, hätte man gesagt – wenn sich dieser Klub nicht im Ausnahmezustand befände. An der Seitenlinie steht ein Mann, von dem man nicht weiß, wie lange er dort stehen wird.

Der bis gestern vermeintliche Topkandidat Arsene Wenger, der sich selbst durch Aussagen im französischen Fernsehen bei den Münchnern ins Gespräch gebracht hatte, wird jedoch kein Nachfolger von Trainer Niko Kovac. Die Bayern erteilten ihm eine Absage. „Arsene Wenger hat Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochnachmittag angerufen und grundsätzlich Interesse am Trainerposten beim FC Bayern signalisiert. Der FC Bayern schätzt Wenger für seine Arbeit als Trainer bei Arsenal London sehr, aber er ist keine Option als Trainer beim FC Bayern“, zitierte die „Bild“ eine Antwort der Bayern auf eine entsprechende Anfrage des Blattes. Dann halt nicht.

Anders als die Begegnung gegen Piräus taugt jene gegen Dortmund dazu, eine Wende herbeizuführen – oder aber die Krise zu verschärfen. Ein Schicksalsspiel. „Mit Blick auf die Meisterschaft ist das extrem wichtig“, sagt daher Bayern-Kapitän und Torwart Manuel Neuer, der wie alle anderen beobachtet hatte, „dass die Tendenz beim BVB positiv ist“. Giftpfeile in Richtung Dortmund flogen dennoch nicht, man gibt sich in München zwar motiviert, aber auch kleinlaut. Gefüllte Energiespeicher können da schon mal nicht schaden. (mit sid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion