Zweite Liga

Wehen Wiesbaden: Verschworene Gemeinschaft

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Wehen Wiesbaden braucht Siege, SV Darmstadt 98 eher nicht.

Rüdiger Rehm zählt ganz sicher zu jenen Menschen, die sagen, was sie fühlen und denken. Impulsiv und direkt, so ist er gestrickt, der Fußballtrainer des SV Wehen Wiesbaden. Entsprechend ging der 41-Jährige vor dem Zweitligaduell seiner akut abstiegsbedrohten Truppe am Samstag (13 Uhr) bei Holstein Kiel auch vehement in den Verteidigungsmodus über.

Nein, nein, ließ Rehm verlauten, auch wenn es natürlich nicht prickelnd laufe beim Tabellenvorletzten, willig, doch noch irgendwie den Klassenerhalt zu packen, sei seine Mannschaft allemal. „Dass hier ein Team auseinanderbricht, das kann ich absolut widerlegen“, sagte Rehm: „Ich kann sagen, dass wir eine verschworene Gemeinschaft sind. Und die Jungs haben sich Step by Step immer wieder verbessert.“ Nun gelte es, die letzten Schritte zu machen, „um über den Strich zu kommen“. Zwar ist der erste direkte Nichtabstiegsplatz fünf Punkte entfernt, der Sprung auf Relegationsrang 16 scheint bei lediglich zwei Zählerchen Rückstand aber möglich. „Wir glauben an uns“, sagte Rehm.

Deutlich weniger, eigentlich gar nicht mehr unter Druck steht der zweite hessische Zweitligist, der SV Darmstadt 98. Am Sonntag (13.30 Uhr) erwarten die fünftplatzierten Südhessen die Gäste von Hannover 96, den Sechsten der Tabelle. Im Grunde geht es für beide Mannschaften an den abschließenden vier Spieltagen der Saison quasi nur noch um die Ehre. Oder wie der Darmstädter Trainer Dimitrios Grammozis es pflichtbewusst ausdrückt: „Es ist ein ganz wichtiges Spiel, wie auch jedes andere.“ Es gebe in der Liga keine Mannschaft, die die Runde einfach nur ausklingen lassen wolle. Also auch seine eigene nicht. „Wir möchten alles raushauen“, sagte Grammozis, „und werden kein Spiel abschenken.“ dani

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