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Was hat Christian Seifert vor?

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Von: Jan Christian Müller

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Bestens vernetzt: Ex-DFL-Chef Christian Seifert mischt im deutschen Fußball weiterhin mit.
Bestens vernetzt: Ex-DFL-Chef Christian Seifert mischt im deutschen Fußball weiterhin mit. © Arne Dedert/dpa

Mehrere Fußball-Fernsehrechte werden aktuell neu ausgeschrieben. Gerüchten zufolge interessiert sich der bestens vernetzte Ex-Boss der DFL dafür.

Viele in der Fußballbranche sagen voraus, man werde den Ex-Boss der Deutschen Fußball-Liga, Christian Seifert, bald auf der anderen Seite wiedertreffen. Mit seiner gemeinsam mit dem Springer-Konzern betriebenen Firma „S Nation Media“ hat der 53-Jährige sich bereits künftige Rechte an der Basketball-, der Handball-, der Tischtennis- und der Volleyball-Bundesliga gesichert. Bewirbt sich der kluge Stratege aktuell auch um die Medienrechte der dritten Liga und der Frauen-Bundesliga? Und bei der nächsten Ausschreibung um die der Fußball-Bundesliga der Männer ab 2025? Seifert kündigte ursprünglich eine Streaming-Plattform für alle Sportarten außer Fußball an. Aber bleibt es dabei? „Da blinkt einer links, um dann rechts abzufahren“, glaubt ein Branchenkenner.

Dazu passt: Vergangene Woche hat die Seifert-Firma die Klinkert Rechtsanwälte zur juristischen Beratung hinzugezogen. Interessant: Zu den Mandanten der angesehenen Frankfurter Kanzlei zählen auch die DFL und der DFB, denen die Klinkert Rechtsanwälte zur Beratung bei Ausschreibungen von Medienrechten zur Seite stehen,

Klinkert hat vergangenes Jahr Christian Frodl in die Kanzlei geholt, einen der führenden Experten an der Schnittstelle von Sport und Medien. Zuvor arbeitete Frodl als Director Sports Rights & Commercialization bei Sky Deutschland. Davor hatte er zwischen 2009 und 2016 als Senior Legal Counsel die kommerziellen Aktivitäten der DFL- Gruppe betreut. Frodl ist also mit Seifert gut bekannt.

Kürzlich hat die DFL einen weiteren Top-Mann verloren. Andreas Heyden, zuvor DFL-Digital-Sports-Chef, wechselte in die Seifert-Firma „S Nation Media“, in der auch Marcel Wontorra, Sohn des bekannten Moderators Jörg Wontorra, eine Führungsaufgabe übernommen hat. Seifert will die Streamingplattform im dritten Quartal 2023 online stellen.

Da ist also was im Busch. Ein weiterer Bewerber um Bundesligarechte wären der DFL sicher nur recht. Denn das würde die zuletzt gesunkenen Preise treiben. „Wir haben einen Plan für sehr ambitioniertes Wachstum in den nächsten Jahren“, sagte DFL-Chefin Hopfen kürzlich der „SZ“.

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