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Was Hansi Flick anders als Jogi Löw macht

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Von: Jan Christian Müller

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Der Chef und seine Zuarbeiter: Bundestrainer Hansi Flick (Mitte) und die Spezialtrainer Mads Buttgereit, Danny Röhl, Marcus Sorg und Andreas Kronenberg (von links nach rechts).
Der Chef und seine Zuarbeiter: Bundestrainer Hansi Flick (Mitte) und die Spezialtrainer Mads Buttgereit, Danny Röhl, Marcus Sorg und Andreas Kronenberg (von links nach rechts). © dpa

Der neue Bundestrainer ist kein Revoluzzer, sehr wohl aber ein Reformer. Die Nationalmannschaft könnte er so wieder zum Laufen bringen. Nicht aber den ganzen DFB. Ein Kommentar.

Frankfurt – Hansi Flick ist ein grundanständiger Mensch. Deshalb hat er bei seiner Vorstellung als neuer Bundestrainer auch nicht vergessen, dem alten Bundestrainer zu danken für dessen „hervorragende Arbeit“. Die war seit Flicks Abschied nach dem WM-Titel 2014 allerdings nicht mehr hervorragend, Ausnahme Confed Cup 2017. Bei Joachim Löw war seit Herbst 2014 allzu oft die Luft raus, er weiß das selbst bestimmt am besten. Die Resultate sind bekannt.

Flick traut sich zu, den Karren wieder flott zu kriegen. Er wird deshalb einiges anders, besser, machen als Löw das zum Ende hin getan hat.

DFB: Jogi Löw hat lange viel gut gemacht

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es war sicherlich lange Jahre vieles gut unter der Führung von Joachim Löw, vor allem, solange Flick zuarbeitete. Aber die Innovationskraft, mit der Löw an der Seite von Jürgen Klinsmann 2004 zum DFB gekommen war und Deutschland einen modernen Fußball geschenkt hatte, war schon seit Jahren schon erlahmt.

Mit Hansi Flick kommt kein Revoluzzer, sehr wohl aber ein Reformer, der mit der Autorität des Weltmeister-Assistenztrainers und Champions-League-Erfolgscoaches nur einen kurzen Anlauf benötigt, um sich zurechtzufinden. Die Chance, dass der 56-Jährige die Nationalmannschaft wieder zum Laufen bekommt, sind ungleich größer als die Aussicht, dass der DFB zeitnah den verloren gegangenen Respekt zurückgewinnt, den der designierte Präsident Peter Peters sich so arg herbeisehnt: „Der Verband braucht seine Ehre zurück.“ Der Fußballlehrer Hansi Flick kann dabei allerdings nur dosiert hilfreich sein. Die Leute im Land sind aus guten Gründen DFB-scheu geworden. (Jan-Christian Müller)

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