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Lilien-Trainer Schuster setzt auf die Außenseiterrolle.

SV Darmstadt 98

Mit Warnweste und Sturzhelm gegen die Hertha

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Darmstadt 98 empfängt in der zweiten Runde des DFB-Pokals den starken Bundesligisten Hertha BSC - und will dennoch für eine Überraschung sorgen.

Was sollte Dirk Schuster auch anderes sagen? Natürlich ist seine Mannschaft heute (18.30 Uhr) nur Außenseiter. Natürlich muss der SV Darmstadt 98 in der Zweitrundenpartie des DFB-Pokals gegen die eine Liga höher spielende Hertha aus Berlin nahe an die eigene Bestform herankommen, um eine Chance aufs Weiterkommen zu haben. Und natürlich freut sich wohl ein jeder, der in diesem Fußballgeschäft mitmischt, also auch Schuster, auf solche Alles-oder-Nichts-Spiele. Ein Satz aber gab doch Einblicke in das, was sich der 50-jährige Trainer vom Heimspiel am Böllenfalltor gegen den Bundesligasechsten erhofft – einen Überraschungserfolg. „Die Außenseiterrolle ist psychologisch sicher nicht verkehrt für uns.“

Was der Darmstädter Trainer damit meint, ist klar. Ganz im Gegensatz zur Liga, als die Lilien am Freitag im Vorfeld des 2:0-Erfolgs gegen Greuther Fürth aufgrund einiger schlechter Resultate erheblich unter Zugzwang gestanden hatten, liegt diesmal der Druck des Gewinnenmüssens bei den Gästen aus der Hauptstadt. „Ich habe die Hertha beim 2:2 in Dortmund gesehen und war beeindruckt von der Sachlichkeit und den geregelten Abläufen in ihrem Spiel. Da kann schon einiges an individueller Qualität auf uns zurollen. Und dann heißt es Sturzhelme auf und Warnweste an“, sagte Schuster.

Die Qualitäten der Darmstädter liegen dagegen weniger - zumindest im Vergleich zu den der Berliner - in der Individualität, sondern vielmehr in der Geschlossenheit. Für die Lilien gilt es, gemeinsam gegen den Ball zu arbeiten, kompakt zu stehen, den Hertha-Angreifern um Ondrej Duda, Vedad Ibisevic oder Salomon Kalou wenig Räume zu lassen und darüber hinaus selbst Nadelstiche nach vorne zu setzen. Oder in Schusters Worten: „Wir brauchen einen Sahnetag und müssen über die Leistungsgrenze hinausgehen, um die Sensation zu schaffen.“

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