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Will schönen Angriffsfußball sehen in Hamburg: Tim Walter.
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Will schönen Angriffsfußball sehen in Hamburg: Tim Walter.

Hamburger SV

Walter macht mobil

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Das Aufstiegsprojekt des hanseatischen Zweitligisten mit Routiniers ist gescheitert - der neue Trainer soll es nun mit speziell zweitligaerfahrenen Spielern wuppen / Zoff ums Präsidentenamt

Die Pause nach dem dritten bitteren Scheitern im Aufstiegsrennen jeweils auf Platz vier hat der Hamburger SV genutzt, einige Verträge auszulösen: Torwart Sven Ulreich, Abwehrspieler Gideon Jung und Mittelfeldmann Khaled Narey konnten so allesamt ablösefrei gehen. Eingeständnis eines gemeinsamen Scheiterns.

Ulreichs Wechsel steht auch symbolisch dafür, dass Sportchef Jonas Boldt keinen Erfolg mit seiner Idee hatte, vermeintlich widerstandsfähige Routiniers ins Aufstiegsrennen zu schicken. Ulreich gab nahezu null Sicherheit, und auch der Mann mit dem Helm, Klaus Gjasula (31), war eine einzige Enttäuschung. Toni Leistner (30), ebenfalls 2020 wegen seiner Erfahrung geholt, hatte die auffälligste Szene der Saison, als er sich nach dem Pokalaus in Dresden auf der Tribüne mit einem Fan anlegte.

Der neue Trainer Tim Walter ist sicher keiner, dem es an Selbstvertrauen mangelt. In Stuttgart scheiterte er in der zweiten Liga, weil er allzu stur auf „Hurra-Fußball“ setzte. Mittlerweile sagt der 45-Jährige, er habe dazugelernt. Was nicht heißt, dass der HSV unter Walter zu einer Maurermeistertruppe erzogen wird. Im Gegenteil.

Interessant zu beobachten, wie Top-Torjäger Simon Terodde (33, kostenlos zu Schalke 04) ersetzt werden kann. Boldt holte Robert Glatzel, zuletzt von Cardiff City zu Mainz 05 ausgeliehen. Dort machte der 27-Jährige ein paar gute Spiele, konnte aber nicht vollends überzeugen. Der 21-jährige Robin Meißner, den der HSV aus der St.-Pauli-Jugend stibitzte, hat zum Saisonende als Stürmer unter Horst Hrubesch überraschend stark gespielt. Könnte was werden mit dem Jungen. In der Vorbereitung noch stärker: Manuel Wintzheimer, der noch auf den Durchbruch wartet.

Einiges erhoffen sie sich in Hamburg auch von Stürmer Mikkel Kaufmann, ausgeliehen vom FC Kopenhagen, dem Niederländer Ludovit Reis, ablösefrei vom B-Team des FC Barcelona gekommen, und vor allem von den zweitligagestählten Jonas Meffert und Sebastian Schonlau, der gleich zum Kapitän erkoren wurde.

Der HSV wäre aber nicht der HSV, wenn es nicht wieder Ärger gegeben hätte. Ex-Profi Marinus Bester und sein Team wurden vom Beirat für die Mitgliederversammlung am 7. August nicht gegen den zurück ins Präsidentenamt drängenden Ex-Nationalspieler Marcell Jansen zugelassen. Bester reagierte stinksauer: „Wir nehmen die Entscheidung als beispiellosen Akt der Altersdiskriminierung wahr und erkennen offensichtliche Angst vor Veränderung.“ Der Beirat blieb ungerührt.

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