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Muss liefern, sonst könnte es eng werden für ihn: der Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte.
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Muss liefern, sonst könnte es eng werden für ihn: der Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte.

FSV Mainz 05

Wachmacher gesucht

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Vor dem Auftritt in Berlin wächst der Druck auf den Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte.

Digitale Pressekonferenz am Montagmorgen um 8.45 Uhr: Damit hatte auch der ausgewiesene Frühaufsteher Rouven Schröder ein klitzekleines Problem. Die Übertragung aus dem Pressekonferenzraum der Mainzer Arena verriet nicht, ob der Sportvorstand des FSV Mainz 05 vor lauter Sorgen mit Augenringen erschienen war, definitiv fehle ihm „aber der Kaffee“, merkte Schröder an – halb im Ernst, halb im Spaß. Einen Wachmacher wie eine erhöhte Koffeindosis scheint vor allem die zuletzt wie gelähmt wirkende Mannschaft dringend nötig zu haben, die am Montag im Flieger nach Berlin zum Auswärtsspiel bei Hertha BSC (Dienstag 20.30 Uhr) reiste.

Zuvor war Trainer Jan-Moritz Lichte nach einer Videoanalyse mit den Spielern hart ins Gericht gegangen. Ihm hatte ganz und gar nicht gefallen, dass Daniel Brosinski mal wieder öffentlich forderte, jeder solle sich hinterfragen. Lichte findet zum einen nämlich, solche Aufrufe seien besser intern anzubringen, zum anderen reiche es nicht, „so etwas nur zu sagen“ – wertlose Lippenbekenntnisse hat es in jüngerer Vergangenheit viel zu viele gegeben. Nach den Niederlagen gegen die Mitkonkurrenten Kön (0:1) und Bielefeld (1:2) sei eine Reaktion auf dem Rasen angesagt: „Wir wissen um die Wichtigkeit, das muss man auf dem Platz sehen.“

Schröder verfolgte jene Sitzung am Sonntag übrigens als stummer Zeuge, „weil ich fußballinteressiert bin“. Aber natürlich will der Manager ins Innenleben hineinhorchen, warum die von ihm zusammengestellte Mannschaft ausgerechnet in einer Saison, in der die Leistungsträger coronabedingt im Sommer zusammengeblieben ist, so oft unter Erstliga-Ansprüchen hindurchtauchte. „Es ist unsere Mannschaft, da gilt es, das Vertrauen weiter zu haben. Wir werden sie weiter brauchen“, konstatierte der 45-Jährige.

Er will am Jahresende, wenn das verdammte Corona-Jahr 2020 vorüber sei, einen Strich machen. 21 Spieltage sind dann in 2021 noch zu absolvieren, was eine Menge Möglichkeiten bietet. Einerseits. Anderseits sind personelle Korrekturen in größerem Umfang beim Spielerkader nicht geplant. Schröder: „Mal eben fünf, sechs, sieben, acht Transfers zu machen, geht budgettechnisch nicht.“ Womit die Fährte zum aktuellen Chefcoach führt, der nach der Beförderung keine erkennbare Weiterentwicklung geschafft hat.

Lichte bekommt keine konkrete Punktevorgabe bis Weihnachten, aber der Druck steigt: Dass der 40-Jährige nur weiterarbeitet, wenn spätestens gegen den auf Talfahrt befindlichen SV Werder Bremen, Schröders Ex-Verein, zum Wochenende ein Erfolgserlebnis herausspringt, erscheint fast logisch. Sonst braucht es vielleicht einen Feuerwehrmann, der mehr Erfahrung mitbringt.

Lichte ficht die Unsicherheit angeblich nicht an: „Solange vom Verein keine anderen Informationen an mich kommen, fühle ich mich als verantwortlicher Cheftrainer des Vereins. Solange werde ich es so gut machen, wie ich es kann.“ Was anderes bleibt dem gebürtigen Kasselaner auch nicht übrig.

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