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Schiedsrichter

Vorboten einer neuen Harmonie

Nach der Corona-Unterbrechung in der Bundesliga loben die Schiedsrichter den besseren Umgang mit Spielern und Trainern.

Felix Brych traut der neuen Harmonie noch nicht. „Ein paar Wochen“, sagt der Top-Schiedsrichter, möchte er die Entwicklung lieber beobachten, ehe er sein abschließendes Urteil fällt. „Aber der Umgang mit den Spielern und Trainern“, gibt der 44-Jährige in der „Sport Bild“ dann doch zu, „war schon angenehmer als vor der Pause.“

Brych hatte am ersten Spieltag nach der Corona-Unterbrechung die Partie zwischen dem FC Augsburg und dem VfL Wolfsburg geleitet – für gewöhnlich ohnehin nicht die brisanteste Begegnung und ohne Zuschauer noch weniger. Die Eindrücke des Münchners deckten sich aber mit denen der Kollegen in den anderen Stadien. So berichtete Deniz Aytekin im Fachmagazin „Kicker“, dass die Leitung des Revierderbys zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 mit grölenden Anhängern in bestimmten Situationen „bestimmt hektischer gewesen wäre“. Guido Winkmann, zuständig für das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05, ergänzte in der „Bild“-Zeitung: „Die Spieler stürmen bei einer kritischen Entscheidung nicht sofort auf den Schiedsrichter zu, es gibt keine Rudelbildung.“

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich gefiel, was er bei den Spielen sah. „Das lief alles sehr sachlich ab, zum Teil zwar auch nicht unbedingt im Konsens, aber doch deutlich gestenärmer und mit sichtbar mehr Respekt voreinander.“ Der 62-Jährige erkannte zudem eine „große Akzeptanz, wenn die Schiedsrichter ihre Entscheidungen getroffen haben“. Letztlich hänge vieles von der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen ab, sagte Brych. Doch das war auch vor der Corona-Pause so gewesen. (sid)

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