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Markus Weinzierl: Noch stehen die Verantwortlichen zu ihm.

VfB Stuttgart

Rückendeckung für Markus Weinzierl

Für den VfB Stuttgart wird die Lage immer kritischer. Trainer Markus Weinzierl steht aber noch nicht in Frage.

Es ist noch keine vier Monate her, da stärkte Michael Reschke seinem Trainer den Rücken – einen Tag später war Tayfun Korkut dann entlassen. Ein gleiches Szenario steht Markus Weinzierl nicht bevor, der Druck auf den Coach des VfB Stuttgart wird nach dem 1:4 (1:1) bei Bayern München aber immer größer. Am kommenden Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg und eine Woche später bei Fortuna Düsseldorf sind die krisengeplagten Schwaben fast zum Siegen verdammt.

Noch hat Stuttgarts Sportvorstand Reschke „Vertrauen“. Weinzierl sei „sehr fokussiert und arbeitet ruhig. Er macht einen guten Job. Ich bin überzeugt, dass wir wieder in die Spur kommen“, sagte er bei Sky90. Der 45-Jährige habe mit dem FC Augsburg eine „vergleichbare Situation erlebt und hat es geschafft“, ergänzte Reschke, „man merkt ihm an, dass er mit der Situation umgehen kann“.

Stuttgart in München mit der vierten Niederlage in Folge

In Ergebnissen schlägt sich dies kaum nieder. Für den VfB war es in München die vierte Niederlage in Folge, für Weinzierl die bereits neunte Pleite mit den Schwaben im zwölften Spiel. Mit 14 Punkten stehen die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz, es ist die schlechteste Bundesligabilanz der Vereinsgeschichte nach 19 Spieltagen. Dass es für den VfB in der Tabelle nicht noch schlechter aussieht, ist der Konkurrenz aus Nürnberg, Hannover und Augsburg geschuldet, die ebenfalls seit Wochen im Tief steckt.

Daraus will und muss sich der VfB befreien, sollte die Lage nicht noch kritischer werden – auch für Weinzierl. In den nächsten zwei Wochen könne man zwar „noch nicht absteigen oder die Liga halten, aber das sind zwei richtungweisende Spiele“, betonte Torwart Ron-Robert Zieler vor den Duellen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. „Wir brauchen die Punkte. Die Mannschaft weiß um die Wichtigkeit“, fügte er an.

Mut machte das Spiel in München, auch wenn das Ergebnis letztendlich deutlich ausfiel. „Es waren positive Dinge dabei, die wir jetzt natürlich für die kommenden Spiele unbedingt beibehalten müssen, weil wir in einer ganz schwierigen Situation sind“, sagte Kapitän Christian Gentner.

Positiv war etwa, dass der VfB nach dem frühen Rückstand durch Thiago (5.) eine Reaktion zeigte und zum Ausgleich durch Anastasios Donis (26.) kam. Der Grieche hätte vor der Pause sogar die Führung erzielen müssen. Zudem traf Nicolas Gonzalez beim Stand von 1:2 nur den Pfosten. Auch der Einstand des für elf Millionen von Galatasaray Istanbul verpflichteten Innenverteidigers Ozan Kabak stimmte zuversichtlich. Der 18-Jährige habe, so Weinzierl, seine Sache gegen Bayern-Torjäger Robert Lewandowski „sehr gut gemacht“.

Deshalb ist auch Torjäger Mario Gomez, der gegen seinen Ex-Klub nur auf der Bank saß, im Abstiegskampf nicht bange: „Wenn wir so spielen, werden wir die nötigen Punkte holen.“ (sid)

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