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VfB Stuttgart belohnt sich endlich

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Runter von der Standspur: VfB-Trainer Michael Wimmer.
Runter von der Standspur: VfB-Trainer Michael Wimmer. © dpa

Noch-Interims-Trainer Michael Wimmer macht beim 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg weiter Werbung für eine Weiterbeschäftigung.

Sein erstes Saisontor wollte Waldemar Anton nicht gleich an die große Glocke hängen. „Von uns hatte ja jeder irgendwie eine Großchance am Ende“, sagte der Verteidiger des VfB Stuttgart nach seinem schmerzhaft bezahlten Last-Minute-Treffer zum 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg bescheiden. Mit einem schweren Krampf hatte sich Anton nach seinem Tor zur Seitenlinie gequält – und sich so ein Extralob vom Trainer verdient.

31 Torschüsse des VfB

„Was Waldi gezeigt hat, ist das, was wir immer an den Tag legen müssen“, betonte Interimscoach Michael Wimmer: „Dass wir bis ans Limit gehen und alles investieren. Das muss die Benchmark sein“. Die Messlatte liegt angesichts des vor allem zum Ende der Partie abgebrannten Feuerwerks hoch: 31 Torschüsse gab der VfB am Samstag ab – so viele wie seit März 2007 nicht mehr.

Nicht umsonst hoffen Spieler und Trainer nun auf eine Initialzündung. „Wenn wir so eine Leistung abrufen wie, dann können wir jeden Gegner schlagen“, sagte Anton. Es sei gar „unglaublich“ gewesen, so der 26-Jährige, „was für einen Druck wir gemacht haben“. Recht hatte er: Gegen Ende der Partie spielte quasi nur noch Stuttgart - und wurde, anders als mehrfach unter dem beurlaubten Pellegrino Matarazzo, endlich mal belohnt, Wohl nicht nur für Stürmer Luca Pfeiffer war der dritte Sieg im vierten Spiel unter Wimmer „hochverdient“.

Mindestens bis zum Winter soll der Interimscoach noch an der Seitenlinie stehen – oder auch darüber hinaus. Gegen Augsburg sammelte er nach der 0:5-Pleite bei Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende erst einmal wieder Argumente für sich – auch aus der Mannschaft. „Michi“ sei ein „super Typ“, so Anton. „Wie wir Fußball spielen zeigt auch, dass wir auf einem guten Weg sind“, betonte Pfeiffer.

Und Wimmer? Der gab sich trotz der Freude über „die Überzeugung und den Glauben“, die seine Mannschaft an den Tag gelegt hatten, als Mahner. Schließlich weiß auch der 42-Jährige, dass mit jedem weiteren Sieg eine Festanstellung deutlich näher rückt. „Wir müssen weiter arbeiten und Gas geben“, betonte Wimmer dementsprechend und ergänzte: „Wir müssen den Jungs auch klar machen, dass nicht alles gut war heute.“

Elfmeter oder nicht?

In der ersten Halbzeit bestrafte Florian Niederlechner (4.) noch die Stuttgarter Passivität. Am Ende reichten den Cannstattern die Treffer von Serhou Guirassy (15.) und Anton (90.+1) zum Sieg – auch weil Schiedsrichter Tobias Stieler den Gästen einen Handelfmeter verwehrte, was bei den Augsburger für Kopfschütteln sorgte, von den Sky-Experten Didi Hamann und Erik Meijer aber als richtige Entscheidung bewertet wurde. Borna Sosa berührte den Ball mit der Hand, richtig ist aber auch: Der Arm war eher deshalb so weit weg vom Körper, weil der Verteidiger um Balance bemüht war. Eine Entscheidung im Graubereich. sid/FR

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