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Auch Babett Peter steht nicht zur Verfügung. Foto: Arne Dedert

Verletzungspech hält an: EM-Aus auch für Peter

Das fast unheimliche Verletzungspech der deutschen Fußball-Frauen vor der Europameisterschaft in Schweden setzt sich fort. Nun kam das Aus für Linksverteidigerin Babett Peter.

Das fast unheimliche Verletzungspech der deutschen Fußball-Frauen vor der Europameisterschaft in Schweden setzt sich fort. Nun kam das Aus für Linksverteidigerin Babett Peter.

Bei der Linksverteidigerin vom 1. FFC Frankfurt ist beim zweiten EM-Lehrgang der DFB-Elf in Bad Lippspringe bei einer MRT-Untersuchung eine Ermüdungsfraktur des Kahnbeines des linken Fußes festgestellt worden. Wie sich herausstellte, ist es eine alte Verletzung, die sich durch die Belastung im Training verschlimmert hatte. Das teilte Teamsprecherin Annette Seitz am Abend mit.

Die 25-jährige Peter ist nach Verena Feißt, Viola Odebrecht, Alexandra Popp, Linda Bresonik und Kim Kulig mittlerweile schon die sechste Spielerin des Titelverteidigers, die für das Turnier in Schweden vom 10. bis 28. Juli ausfällt.

Nachdem bei Belastung immer wieder Schmerzen im linken Fuß der Abwehrspielerin aufgetreten waren, ordnete Teamarzt Ulrich Schmieden eine genauere Untersuchung an: "Anhand der Bilder kann man erkennen, dass es sich um eine ältere Verletzung handelt, da der Knochen bereits Heilungsreaktionen aufweist. Durch die Mehrbelastung in den EM-Vorbereitungslehrgängen verstärkten sich die Beschwerden."

Peter konnte ihre "riesengroße Enttäuschung" nicht verbergen. "Ich habe zwar schon seit längerem leichte Beschwerden, aber das habe ich nicht als gravierend empfunden. Dass beim MRT eine so schwerwiegende Verletzung diagnostiziert wird, war für mich ein Schock."

Auch Bundestrainerin Silvia Neid musste die abermalige Hiobsbotschaft erstmal verdauen. Weltmeisterin Peter war auf der linken Abwehrseite fest eingeplant, gehört seit Jahren zum festen Stamm. Ihr Ausfall wiegt besonders schwer, weil in Bresonik, Faißt und Popp bereits drei mögliche Alternativen auf der Position für die EM absagen mussten. In den beiden 20-jährigen Jennifer Cramer und Leonie Maier gibt es eigentlich nur noch zwei recht unerfahrene Youngster, die für die linke Abwehrseite infrage kommen.

Seit Beginn des ersten EM-Lehrgangs hat sich der vorläufige Kader von einst 28 auf nun noch 25 Spielerinnen reduziert. Am kommenden Donnerstag, einen Tag nach dem Test-Länderspiel gegen Kanada in Paderborn will Neid ihr 23er-Aufgebot für die EM benennen. Streichen muss sie nun nur noch eine Feldspielerin und die vierte Torhüterin. Viel darf vor der EM nicht mehr passieren ... (dpa)

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