Frust pur bei der Fortuna und Joker Steven Skrzybski (rechts).
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Frust pur bei der Fortuna und Joker Steven Skrzybski (rechts).

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Der verhinderte Joker

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Fortuna Düsseldorf und Steven Skrzybski hadern mit dem Unglück der Schlussphase.

Hinterher hat Steven Skrzybski Haltung bewiesen. „Wir wollen jetzt nicht rumheulen und lieber weiter Gas geben und das aus eigener Kraft schaffen“, sagte der Düsseldorfer Offensivmann. Skrzybski war erst links und dann rechts nur weniger Zentimeter davon entfernt gewesen, als gefeierter Joker aus der Partie der Fortuna gegen eher schlapp wirkende Dortmunder Borussen herauszugehen. Beide Schüsse in der Schlussphase wurden Opfer der Pfosten, ehe ein anderer Joker, dummerweise einer in schwarz-gelb, den Düsseldorfern den Garaus machte. Erling Haalands Kopfball in der fünften und letzten Minute der Nachspielzeit senkte sich wie in Zeitlupe ins Tor der armen Rheinländer, die im Zwist um den Relegationsplatz nur noch ein einziges Tor Vorsprung auf Bremen haben.

Skrzybskis verpasste Heldentaten wurden so noch schmerzlicher für die wacker verteidigende und scharf konternde Fortuna, die fast neun Kilometer mehr unterwegs war als Dortmund. Es half alles nichts. Ein Abstiegskampf ist immer auch ein mentaler Kraftakt, insoweit könnte der Rückschlag nicht größer gewesen sein. „Ich bin nicht oft sprachlos, aber heute bin ich sprachlos“, sagte der aufrechte Trainer Uwe Rösler hinterher. So ganz hatte er sein schalkhaftes Lächeln dabei zum Glück noch nicht abgelegt. Der Mann wird sich, genau wie der verhinderte Joker Steven Skrzybski, nicht unterkriegen lassen.

Das Restprogramm der Fortuna gibt ihr ein wenig Hoffnung. Nach dem Wochenspieltag in Leipzig kommt Augsburg nach Düsseldorf, dann geht es zu Union Berlin. Werder geht es ähnlich: gegen die Bayern, in Mainz, gegen Köln. Sieht so aus, dass es dramatisch werden könnte. Pfosten können Schicksal spielen.

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