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USA: Fußballtrainer nach Vorwürfen der sexuellen Nötigung entlassen

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Von: Stefan Krieger

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Schwerwiegende Vorwürfe gegen Paul Riley.
Schwerwiegende Vorwürfe gegen Paul Riley. © Andy Mead/Imago

Vorwürfe der sexuellen Nötigung gegen einen Trainer erschüttern die Liga der Fußball-Weltmeisterinnen in den USA. Jetzt handeln Verein und Verband.

Cary, North Carolina - Nach massiven Vorwürfen der sexuellen Nötigung hat der in Cary, North Caroline angesiedelte US-Klub North Carolina Courage seinen Trainer Paul Riley entlassen. Riley sei wegen „sehr schwerwiegenden Vorwürfen wegen Fehlverhaltens“ ab sofort nicht mehr für die Mannschaft aus der höchsten Liga der Weltmeisterinnen der USA verantwortlich, hieß es in einer Mitteilung. Der US-Verband entzog Riley zudem die Lizenz und zeigte sich „zutiefst beunruhigt“, das beschriebene Verhalten sei „abstoßend, inakzeptabel und hat keinen Platz im Fußball oder in der Gesellschaft“.

Zuvor hatten zwei ehemalige Spielerinnen von Riley in einem Artikel des Portals The Athletic über ihre Erlebnisse mit dem Trainer berichtet. Der Engländer Riley war seit 2017 Cheftrainer von North Carolina Courage und war schon zuvor im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 bei diversen anderen NWSL-Klubs tätig.

Vorwürfe der sexuellen Nötigung: „Ich fühlte mich unter seiner Kontrolle“

Die Spielerin Sinead Farrelly berichtete von gleich mehrere Situationen, in denen sie sich zum Sex mit ihrem Trainer genötigt fühlte. „Ich fühlte mich unter seiner Kontrolle“, sagte Farrelly. Auch ihre Mannschaftskollegin Meleana Shim erklärte: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich ihm etwas schulde.“

Paul Riley, unter dem auch Ex-Nationaltorhüterin Nadine Angerer bei den Portland Thorns spielte, wies die meisten der Vorwürfe laut The Athletic zurück. Am Mittwoch dieser Woche antwortete Riley auf eine Liste von 23 Fragen es Portals zu seinem angeblichen Verhalten mit einer E-Mail, in der er erklärte, dass die Mehrheit der Anschuldigungen „völlig falsch“ seien. Er schrieb: „Ich hatte noch nie Sex mit diesen Spielerinnen oder habe sexuelle Annäherungsversuche unternommen.“ Er habe sich manchmal mit den Spielerinnen getroffen und gelegentlich die Rechnung in Bars übernommen, „aber ich nehme sie nicht zum Trinken mit“.

Paul Riley: Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung

Die Vereinigung der NWSL-Spielerinnen reagierte indes mit einem scharfen Statement und Forderungen nach einer neuen, unabhängigen Untersuchung. „Die NWSL hat uns im Stich gelassen. Wir holen uns unsere Macht zurück“, hieß es weiter. Alex Morgan, die mit den USA den Weltmeistertitel errungen hatte, sicherte den betroffenen Frauen via Twitter Unterstützung zu und schrieb zudem: „Die Liga wurde mehrfach über diese Vorwürfe informiert und weigerte sich mehrfach, den Vorwürfen nachzugehen. Die Liga muss die Verantwortung für einen Prozess übernehmen, der die eigenen Spieler nicht vor diesem Missbrauch schützt.“

Der US-Verband kündigte an, mit der Liga zusammenzuarbeiten, „um sicherzustellen, dass sinnvolle Schritte unternommen werden, um ein sicheres und unterstützendes Umfeld in der gesamten Liga zu gewährleisten.“ (skr/sid)

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