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Unions Akaki Gogia (l) erzielt das 1:1. Magdeburgs Steffen Schaefer kann den Gegentreffer nicht verhindern.

2. Liga

Union nur 1:1 in Magdeburg - HSV und Köln setzen sich ab

In der 2. Fußball-Bundesliga setzen sich die Aufstiegsfavoriten HSV und Köln langsam aber sicher ab. Dagegen muss sich Union Berlin zum 10. Mal mit einem Remis begnügen. Kiel klettert überraschend auf Rang vier.

Union Berlin bleibt die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der 2. Fußball-Bundesliga, hat aber die Tuchfühlung zu den zwei direkten Aufstiegsplätzen vorerst verloren.

Das Team von Trainer Urs Fischer musste sich beim 1. FC Magdeburg mit einem 1:1 (0:1) begnügen. Damit wuchs der Rückstand auf die beiden führenden Teams aus Hamburg (34 Punkte) und Köln (33), die ihre Favoritenrolle am Freitag mit Siegen gegen Paderborn (1:0) und Regensburg (3:1) untermauert hatten, auf sechs und fünf Zähler an.

Neuer Vierter ist Holstein Kiel nach einem 2:0 (2:0) in Dresden. Allerdings können die Norddeutschen nach der letzten Partie des 16. Spieltages am Montag zwischen Bochum und St. Pauli noch von diesem Rang verdrängt werden. Auf den Abstiegsplätzen 17 und 18 bleiben Sandhausen und Ingolstadt. Der Vorletzte aus Sandhausen kam am Sonntag zu einem 1:1 (0:0) in Bielefeld. Schlusslicht Ingolstadt musste sich beim Debüt von Trainer Jens Keller ebenfalls mit einem 1:1 (1:0) in Darmstadt begnügen.

Anders als erwartet, geriet Union Berlin beim bisherigen Drittletzten gehörig ins Wanken. Nach dem 0:1 des Magdeburgers Christian Beck (39. Minute) drohte gar die erste Saisonniederlage, ehe Akaki Gogia (65.) für den Ausgleich sorgte.

Unbeirrt auf Kurs Richtung Wiederaufstieg bleiben die Absteiger aus Hamburg und Köln. Für die Hamburger war das knappe 1:0 über Paderborn am Freitagabend der bereits sechste Sieg im siebten Pflichtspiel unter der Regie des neuen Trainers Hannes Wolf. Der nur einen Zähler entfernte Tabellenzweite Kölner feierte beim 3:1 in Regensburg den vierten Erfolg in Serie.

Allerdings waren die Kölner mehr gefordert als in vergangenen drei Spielen mit insgesamt 15:1-Toren. So verweigerte Schiedsrichter Christof Günsch gleich zwei Treffern der Gastgeber die Anerkennung. „Da hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, befand Trainer Markus Anfang.

Traditionell knapp ging es beim HSV zu. Weil selbst beste Torchancen ungenutzt blieben, musste der Spitzenreiter beim 1:0 über Paderborn bis zum Schluss zittern - mal wieder. Für die Kritik, dass sein Team nur selten deutlich gewinnt, hatte Wolf kein Verständnis. „Wie kann irgendjemand in Hamburg daran denken, dass die Spiele leicht sind? Es sollte sich keiner über knappe Siege ärgern“, kommentierte der Coach genervt.

Von solchen Luxusproblemen können die Ingolstädter derzeit nur träumen. Auch unter Trainer Jens Keller bleibt der FC das Schlusslicht. Dabei war beim 1:1 in Darmstadt mehr drin, den Ausgleich kassierte der FCI erst in der 83. Minute durch einen Foulelfmeter. „Die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde Mentalität gezeigt“, lobte Keller nach seinem Debüt.

Holstein Kiel hat direkten Kontakt zum Relegations-Aufstiegsplatz hergestellt und liegt nur noch einen Zähler hinter Union Berlin. Alexander Mühling (8.) und Mathias Honsak (21.) sorgten für das 2:0 der „Störche“ in Dresden. (dpa)

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