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Ein Mannschaftsfoto der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft. Können sie die Favoriten bei der EM 2021 ärgern?
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Die ungarische Nationalmannschaft kann auf erfolgreiche Jahre zurückblicken. Inzwischen sind sie jedoch Außenseiter. Können sie die Favoriten bei der Europameisterschaft 2021 ärgern? (Archivfoto)

EM 2021

Ungarns Nationalmannschaft: Fußballzwerg mit goldener Vergangenheit

Zweimal stand die ungarische Fußball-Nationalmannschaft im Finale einer Weltmeisterschaft. Mittlerweile ist Ungarn weniger erfolgreich, will bei der EM 2021 aber Favoriten ägern.

Budapest – Am 12. November 2020 spielte die ungarische Nationalmannschaft gegen Island. Es war das Finale der Qualifikation zur EM 2021. Ungarn lag nach elf Minuten mit 0 zu 1 hinten. Lange sah es so aus, als ob Island gewinnen würde - bis zur 88. Spielminute. Dann traf der eingewechselte Loic Nego zum Ausgleich. Alles deutete auf die Verlängerung hin, bis Dominik Szoboszlai aus etwa 18 Metern abzog und zum 2:1-Siegtreffer für Ungarn traf. Dadurch war die Nationalmannschaft zum vierten Mal für die EM qualifiziert.

Ungarische Nationalmannschaft: Die Anfänge

Die Gründung des Fußballverbands MLSZ im Jahr 1901 ebnete den Weg der ungarischen Nationalmannschaft. Der Verband wurde 1907 Mitglied der Fifa und trat 1954 der Uefa bei. Das erste Länderspiel Ungarns fand am 12. Oktober 1902 gegen Österreich statt. Die heimischen Österreicher gewannen das Spiel in Wien 5:0.

NameMagyar Labdarúgó Szövetség (MLSZ)
Gründungsjahr1901
Erstes Länderspiel12. Oktober 1902 gegen Österreich (0:5)
Größter ErfolgVize-Weltmeister 1938 und 1954
TrainerMarco Rossi
RekordspielerBalázs Dzsudzsák und Gábor Király (je 108 Länderspiele)
RekordtorschützeFerenc Puskás (84)

Fußball in Ungarn: Die „goldene Elf“, aber die Krönung bleibt aus

Die stärkste Phase hatte die ungarische Nationalmannschaft von 1950 bis 1956: Das war die Zeit der „goldenen Elf“. Ungarn galt zu dieser Zeit als beste Mannschaft der Welt und wurde 1952 in Helsinki Olympiasieger. 32 Pflichtspiele blieb die Mannschaft um Kapitän Ferenc Puskás ohne Niederlage - bis zum 4. Juli 1954 in Bern. Es war das Finale der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz. Es ist das Spiel, das als „Wunder von Bern“ in die Geschichte einging. Mit 2:3 verlor Ungarn gegen die deutsche Nationalmannschaft.

Die WM-Teilnahmen der ungarischen Nationalmannschaft

Ungarn nahm an neun Weltmeisterschaften teil. Zweimal erreichten sie dabei das Finale, wurden jedoch beide Male nur Vizeweltmeister. Neben 1954 musste sich Ungarn im Finale der WM 1938 in Frankreich Italien mit 2:4 geschlagen geben. Alle Ergebnisse der ungarischen Nationalmannschaft im Überblick:

  • 1934 in Italien: 6. Platz
  • 1938 in Frankreich: Vizeweltmeister
  • 1954 in der Schweiz: Vizeweltmeister
  • 1958 in Schweden: Gruppenphase
  • 1962 in Chile: Viertelfinale
  • 1966 in England: Viertelfinale
  • 1978 in Argentinien: Gruppenphase
  • 1982 in Spanien: Gruppenphase
  • 1986 in Mexiko: Gruppenphase

Seit der WM 1986 in Mexiko konnte sich Ungarn nicht mehr für die Endrunden der Weltmeisterschaften qualifizieren. Allerdings hält die ungarische Nationalmannschaft seit 1982 den Rekord des höchsten Sieges bei einer Weltmeisterschaft. Die Mannschaft gewann mit 10:1 gegen El Salvador. Durch den 9:0-Sieg beim Turnier 1954 gegen Südkorea ist Ungarn auch auf dem zweiten Platz dieser Rangliste.

Die ungarische Nationalmannschaft bei Europameisterschaften

Bei Fußball-Europameisterschaften war die ungarische Mannschaft bisher dreimal vertreten. Im Gegensatz zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften erreichten sie dabei kein Finale. Das beste Ergebnis ist der dritte Platz bei der ersten EM-Teilnahme 1964 in Spanien. 2016 wurde Ungarn allerdings Gruppensieger. Die Mannschaft war zwar punktgleich mit Island, hatte jedoch das bessere Torverhältnis. Den dritten Platz in der Gruppe belegte der spätere Europameister Portugal. Durch die 0:4-Niederlage gegen Belgien schied Ungarn allerdings schon im Achtelfinale aus. Alle EM-Teilnahmen im Überblick:

  • 1964 in Spanien: 3. Platz
  • 1972 in Belgien: 4. Platz
  • 2016 in Frankreich: Achtelfinale

Ungarn bei der EM 2021: Außenseiter in der Todesgruppe F

Durch den 2:1-Sieg gegen Island ist Ungarn auch für die Europameisterschaft 2021 qualifiziert. Die ungarische Nationalmannschaft ist in der Gruppe F der EM 2021 gelandet, der „Todesgruppe“. Die Mannschaft von Trainer Marco Rossi trifft auf die Sieger der letzten drei großen Turniere: Deutschland (Weltmeister von 2014), Portugal (Europameister 2016) und Frankreich (Weltmeister 2018). Zum EM-Auftakt trifft Ungarn in der Puskas Arena in Budapest auf die portugiesische Nationalmannschaft.

DatumUhrzeitBegegnungSpielort
15. Juni 202118 UhrUngarn - PortugalBudapest
19. Juni 202115 UhrUngarn - FrankreichBudapest
23. Juni 202121 UhrDeutschland - UngarnMünchen

Der offizielle Kader der ungarischen Nationalmannschaft bei der EM 2021

  • Tor: Ádám Bogdán (Ferencváros), Dénes Dibusz (Ferencváros), Péter Gulácsi (Leipzig)
  • Verteidigung: Bendegúz Bolla (Fehérvár), Endre Botka (Ferencváros), Attila Fiola (Fehérvár), Ákos Kecskés (Lugano), Ádám Lang (Omonia Nicosia), Gergő Lovrencsics (Ferencváros), Loïc Négo (Fehérvár), Willi Orbán (Leipzig), Attila Szalai (Fenerbahçe)
  • Mittelfeld: Tamás Cseri (Mezőkövesd), Dániel Gazdag (Philadelphia Union), László Kleinheisler (Osijek), Ádám Nagy (Bristol City), András Schäfer (Dunajská Streda), Dávid Sigér (Ferencváros), Kevin Varga (Kasımpaşa), Roland Varga (MTK Budapest)
  • Sturm: János Hahn (Paks), Filip Holender (Partizan), Nemanja Nikolić (Fehérvár), Roland Sallai (Freiburg), Szabolcs Schön (FC Dallas), Ádám Szalai (Mainz)

Auch bekannte Gesichter aus der Bundesliga wollen sich bei der EM beweisen. Mit Torhüter Péter Gulácsi, dem Verteidiger Willi Orbán und Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai sind drei Spieler von RB Leipzig in der ungarischen Nationalmannschaft. Auch Ádám Szalai vom FSV Mainz 05 und Roland Sallai vom SC Freiburg sind Teil Ungarns Nationalmannschaft. (Max Schäfer)

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