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Erste Ansprache: Dimitrios Grammozis auf dem Schalker Trainingsplatz.
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Erste Ansprache: Dimitrios Grammozis auf dem Schalker Trainingsplatz.

Kommentar

Dimitrios Grammozis auf Schalke: Unfertig unter Fertigen

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Ob der neue Schalker Trainer Dimitrios Grammozis Schalke schafft oder andersherum der Verein ihn, weiß kein Mensch, aber er ist ehrgeizig und will seine Chance beim Schopf packen.

Niemand weiß, ob Dimitrios Grammozis der Richtige ist für den Job bei Schalke 04, wahrscheinlich nicht einmal der liebe Gott, an den sie bei den Königsblauen aber ohnehin nicht mehr glauben dürften. Zu krass ist der Absturz des Fußball-Bundesligisten. Und nun soll also Grammozis der Retter in der Not sein, ein Trainer, bei dem die Beschreibung smart-casual nicht nur auf die Kleidung zutrifft. Sehr freundlich, immer ein Lächeln auf den Lippen, und drumherum natürlich dieses faszinierend exakt getrimmte Bärtchen, seit Spielerzeiten eine Art Markenzeichen des heute 42-Jährigen.

Zweifel sind erlaubt. Man darf davon ausgehen, dass die Schalker lieber auf den profilierteren Steffen Baumgart zurückgegriffen hätten, Typ Ballonseide und Wucherbart, so stellt man sich Trainer im Pott vor. Aber Baumgart ist vertraglich in Paderborn gebunden, und Schalke ist zu klamm, um vertragliche Bindungen mal eben aufzulösen – zumindest die bei anderen Klubs.

Schalke 04: Grammozis mit solider Arbeit bei Darmstadt 98

Dass Grammozis ablösefrei zur Verfügung stand, hatte Gründe. Beim Zweitligisten Darmstadt 98, seiner ersten Station als Profitrainer, hat er grundsolide Arbeit abgeliefert, Ende der vergangenen Saison ging es kurz sogar noch um den Aufstieg. Doch bot der Klub ihm nur eine Vertragsverlängerung über ein Jahr an (mit der Perspektive, im Herbst 2020 die Gespräche erneut aufzunehmen), weil man nichts überstürzen wollte und die Entwicklung von Team und Trainer abwarten. Lange Zeit, das darf man nicht vergessen, tendierten die Lilien unter Grammozis ja eher Richtung Ab- als Aufstieg, bevor ein großer Schlussspurt kam.

Grammozis ist alles andere als ein fertiger Trainer, aber vielleicht tut gerade das den Schalkern gut, die sich in einem Zustand des Fertigseins befinden, der denkbar unerfreulich ist. Aber er ist kein Trümmertourist am Ernst-Kuzorra-Weg, er ist ehrgeizig und sieht seine große Chance, sich einen Namen zu machen im Profifußball, und an zu hohen Erwartungen wird er nicht scheitern. Auf Schalke hat man sich längst angewöhnt, vom Allerschlimmste auszugehen.

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