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Gebeutelt ausgerechnet in Frankfurt: Friedhelm Funkel.

Friedhelm Funkel

"Und wie wir das analysieren werden!"

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    Ingo Durstewitz
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Friedhelm Funkel hatte sich seine Rückkehr nach Frankfurt ganz anders vorgestellt. Nach der Niederlage seiner Fortuna gegen die Eintracht wird es Veränderungen in der Mannschaft geben.

Der Sonntag war unangenehm für die Profis von Fortuna Düsseldorf, statt eines freien Tages war wegen des desaströsen 1:7 Training angesetzt und, schlimmer, Videoanalyse. Verteidiger Kaan Ayhan, einst eine halbe Saison bei Eintracht Frankfurt tätig, aber ohne Spuren zu hinterlassen, hatte am Freitagabend zwar gesagt, angesichts der Deutlichkeit der Schlappe könne man auf die Analyse verzichten. Da hat Ayhan, der sich selbstkritisch als „Totalausfall“ einschätzte, die Rechnung ohne Trainer Friedhelm Funkel gemacht. „Und wie wir das analysieren werden!“

Friedhelm Funkel hatte sich seine Rückkehr ganz anders vorgestellt. Frankfurt gehört nach wie vor zu seiner schönsten Trainerstation, hier hat er viele Freunde, umso bitterer für ihn, dass er ausgerechnet in seinem ehemaligen Wohnzimmer diese Klatsche hatte einstecken müssen. „Ich hatte hier schon bessere Augenblicke gehabt“, sagte er, als er auf dem Podium Platz genommen hatte.

Zuvor hat er die schnell einseitige Partie fast regungslos an der Trainerbank verfolgt. „Was soll ich da noch rumspringen?“ Er sei „maßlos“ enttäuscht. „Das Team hat alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte“, sagte der 64-Jährige. Selbst wenn sein Ex-Klub „eine grandiose Leistung“ abgeliefert und auch „in dieser Höhe verdient“ gewonnen habe, so schlecht sei die Fortuna aufgetreten. „Wir haben individuell und als Mannschaft enttäuscht.“ Zwei 0:7 waren die höchsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte.

Seine Aufgabe werde sein, die Mannschaft wieder aufzubauen. Und es wird Veränderungen geben, am Samstag empfängt das  Tabellenschlusslicht den VfL Wolfsburg. Aufgedrängt hat sich niemand, auch der Ex-Frankfurter Aymen Barkok nicht, nach der Pause beim Stand von 0:3 eingewechselt. Die jämmerliche Leistung des Teams vom Freitag mache „die Chance größer für Spieler, die in Frankfurt nicht dabei waren“, sagte Funkel. Er steht vor einer arbeitsreichen Woche.

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