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Messi-Kritik wegen Privatjet: In drei Monaten so viele Emissionen wie ein Deutscher in 136 Jahren

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Von: Marius Epp

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Lionel Messi steht im Kreuzfeuer der Kritik.
Lionel Messi steht im Kreuzfeuer der Kritik. © FRANCK FIFE/AFP

PSG-Star Lionel Messi erfährt in Frankreich heftige Kritik. Der Argentinier nutzt seinen Privatjet oft und gerne - und schadet der Umwelt damit beträchtlich.

Paris - Corona, Krieg, Energie: Krisen hatte Europa in letzter Zeit mehr als genug. Die eigentlich größte Krise droht dabei in den Hintergrund zu rücken: Das Klima. Lionel Messi und Paris St. Germain sorgen aber dafür, dass das Thema in Frankreich wieder aufflammt, wie auch tz.de berichtet.

Vor nicht allzu langer Zeit sorgte eine Pressekonferenz von PSG-Trainer Christophe Galtier und Kylian Mbappé für Aufsehen. Sie wurden gefragt, warum die Mannschaft per Flugzeug zum Auswärtsspiel in Nantes reiste, wo die Strecke doch auch in zwei Stunden mit dem Zug hätte bewältigt werden können. Galtier und Mbappé schauten sich an und brachen dann in schallendes Gelächter aus.

PSG und Messi in der Klima-Kritik: Privatjet jeden zweiten Tag im Einsatz

Galtier ließ sich auch noch zu einem fragwürdigen Witz hinreißen: „Das nächste Mal fahren wir mit einem Segelboot.“ Kurz darauf entschuldigte sich der Coach.

Jetzt steht Paris St. Germain erneut in der Kritik - und zwar in Person von Lionel Messi. Die Sportzeitung L‘Equipe will erfahren haben, dass der Superstar seinen Privatjet zwischen 1. Juni und 31. August ganze 52-mal benutzt hat. Das wäre mehr als jeden zweiten Tag. Der Flieger wurde höchstwahrscheinlich nicht nur von Messi, sondern auch von Freunden, Bekannten oder seiner Familie benutzt.

Lionel Messi ein Umweltsünder? Er ist nicht allein

Die Zeitung rechnet vor: Mit seinen Flügen in den drei Monaten habe Messi mehr als 1502 Tonnen CO2 in die Luft gejagt. Ein durchschnittlicher Franzose brauche dafür 150 Jahre. Zum Vergleich: Der jährliche CO2-Ausstoß pro Person liegt in Deutschland laut Umweltbundesamt bei 11,2 Tonnen. Ein Deutscher würde also 136 Jahre brauchen, um die 1502 Tonnen zu erreichen.

So fatal Messis Verhalten für die Umwelt ist: Allein gehört er nicht an den Pranger. Laut dem Bericht reisen auch die anderen Teams der Ligue 1 mit einem Privatjet zu ihren Auswärtsspielen. Zahlreiche Stars in anderen Ligen werden es auch tun.

Die deutsche Nationalmannschaft ist da schon einen Schritt weiter. Zum Nations-League-Spiel gegen Ungarn reisten Flick und Co. mit dem Zug nach Leipzig, nachdem es 2020 hierzulande ähnlichen Aufruhr um eine Flugreise von Stuttgart nach Basel gab. (epp)

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