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Kurz vor Mitternacht bei RTL: Uli Hoeneß in seinem neuen Job als TV-Experte.
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Kurz vor Mitternacht bei RTL: Uli Hoeneß in seinem neuen Job als TV-Experte.

Erster Auftritt

Uli Hoeneß als RTL-Experte: Wüste Attacken gegen den DFB

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Der TV-Experte kritisiert die Vorkommnisse beim Deutschen Fußball-Bund als „Trauerspiel“ und sähe Bayern-Spezi Karl-Heinz Rummenigge gern in Uefa und Fifa.

Duisburg - Es war schon spät geworden im RTL-Studio, als Uli Hoeneß zum großen Rundumschlag ausholte. Den Machtkampf im Deutschen Fußball-Bund (DFB) bezeichnete der neue Experte richtig als „Trauerspiel“, denn: „Die streiten wie die Besenbinder. Es geht gar nicht mehr um Fußball, nur noch um Machtgeschacher.“ Dabei schlug er sich wenig überraschend klar auf die Seite des von der Bundesliga unterstützten Präsidenten Fritz Keller. „Der kriegt nur Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

Uli Hoeneß fordert personelle Konsequenzen beim DFB, Generalsekretär Friedrich Curtius („völlig überfordert“), Vizepräsident Rainer Koch („glaubt ja eigentlich, dass er der richtige Präsident wäre“) und DFL-Vertreter Peter Peters („hat bei Schalke nicht gerade gute Arbeit geleistet“) wurden vom Ehrenpräsidenten des FC Bayern München abgewatscht. Interessant, dass der wegen schwerer Steuerhinterziehung verurteilte Hoeneß auch sarkastisch diesen Satz formulierte: „Die Steuerfahndung geht beim DFB so oft ein und aus wie der Briefträger.“

Uli Hoeneß wettert bei RTL gegen DFB – und spricht sich für Karl-Heinz Rummenigge aus

Schließlich kam der 69 Jahre alte Uli Hoeneß als TV-Experte mit einem Vorschlag um die Ecke, der besser vorbereitet als Ende März 2021 kurz vor Mitternacht bei RTL vielleicht sogar Chancen gehabt hätte. Hoeneß hätte es gern, wenn Karl-Heinz Rummenigge künftig den DFB in den beiden wichtigsten Gremien von Fifa und Uefa vertritt. „Dann hätte der FC Bayern. äh, die deutsche Fußballwelt den besten Vertreter, den man haben kann.“ Kumpel Kalle würde damit „dem deutschen Fußball einen fantastischen Gefallen tun“.

Uli Hoeneß habe den zum Jahresende beim FC Bayern als Klubchef ausscheidenden Karl-Heinz Rummenigge kürzlich darauf angesprochen und von diesem keine direkte Absage erhalten.

Das Problem ist allerdings: Für den DFB haben sich die Herren Koch und Peters um die sechsstellig dotierten Ämter in Uefa-Exekutivkomitee (Koch) und Fifa-Council (Peters) beworben, Uli Hoeneß verwechselte in seinem Plädoyer gegen Koch und Peters deren Ziele. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen, am 20. April wird gewählt. Was vor allem der ehemalige Schalker Finanzchef Peters, der dort mehr als 200 Millionen Euro Schulden anhäufte, in der Fifa zu suchen hat, erschließt sich schwerlich.

Uli Hoeneß macht Vorschlag als TV-Experte bei RTL

„Da hätte ich mir Rummenigge als Ehrenvorsitzender der einflussreichen European Club Association gut vorstellen können“, sagt der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel auf FR-Anfrage, Rummenigge sei „international hoch anerkannt“ und besitze die „bemerkenswerte Gabe, ein gleichermaßen gutes Verhältnis“ zu den in gegenseitiger Abneigung verbundenen Fifa-Präsident Gianni Infantino und Uefa-Chef Aleksander Ceferin zu pflegen. Auch bei der Bewerbung um die EM 2024 in Deutschland habe Rummenigge „eine maßgebliche Rolle gespielt“.

Wahr ist aber auch, dass der bestens in die Fußballwelt vernetzte Karl-Heinz Rummenigge national zuletzt mehrfach heftig kritisiert wurde, etwa für seine Reaktion auf den verspäteten Abflug zur Klub-WM nach Katar („Wir fühlen uns total verarscht“) oder mit seiner Idee, Bundesligaprofis „als Vorbilder“ für die Gesellschaft priorisiert zu impfen. (Jan-Christian Müller)

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