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Champions League-Reform kommt - So soll die Vorrunde ablaufen

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Die geplante Champions-League-Reform der UEFA ist bei Fans und Vereinen auf Widerstand gestoßen. Jetzt hat die UEFA die Reform noch einmal angepasst.

Wien – Im April 2021 hatte die UEFA eine Reform für die Champions League mit mehr Startplätzen und einer grunderneuerten Vorrunde beschlossen. Diese stieß bei Vereinen und Fans unter anderem wegen der erhöhten Anzahl an Spielen auf Kritik. Am Dienstag (10. Mai) hat die UEFA die für die Saison 2024/2025 geplante Reform nun in überarbeiteter Version präsentiert.

Durch die Reform wird es 36 Startplätze geben. Zuvor waren es 32. Nach den ursprünglichen Plänen sollte es auch zehn, statt der üblichen sechs Vorrundenspieltage geben. Diese Entscheidung nahm die UEFA nun wieder zurück. Es wird acht Spieltage in der Vorrunde geben. Der Modus wird ab 2024 jedoch grundlegend verändert sein.

Champions-League-Vorrunde läuft nach Reform ganz anders ab

Die bisherige Gruppenphase gibt es dann nicht mehr. Ab 2024 wird es eine Art Liga geben, in der jedes der 36 Teams acht Gegner zugelost bekommt. Nach acht Spieltagen hat dann jeder Verein vier Heim- und vier Auswärtsspiele absolviert. Im Vergleich zum aktuellen CL-Format kommen also trotz der Anpassung zwei Partien pro Verein dazu.

„Für die Qualifikation wird weiterhin ausschließlich die sportliche Leistung ausschlaggebend sein.“

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin

Anschließend sind die ersten acht Teams der Tabelle für das Achtelfinale qualifiziert. Die Vereine auf den Plätzen neun bis 24 spielen die weiteren acht Achtelfinal-Startplätze in einem Play-Off-Modus aus. Ab dem Achtelfinale geht es dann im gewohnten Modus weiter. Achtel-, Viertel- und Halbfinale finden mit Hin- und Rückspielen statt. Das Finale ist wie gehabt ein einziges Spiel. In diesem Jahr trifft der FC Liverpool im Champions League-Finale auf Real Madrid.

Die UEFA hat die Champions League grundlegend reformiert. Das Objekt der Begierde - der Henkelpott - bleibt aber das gleiche.
Die UEFA hat die Champions League grundlegend reformiert. Das Objekt der Begierde bleibt aber das gleiche. © Emrah Gurel/dpa

Doch nicht nur der Modus wurde verändert. Auch die Qualifikation für den Wettbewerb wurde neu geregelt. Einer der vier zusätzlichen Plätze geht an die Nation, die in der Fünfjahreswertung den fünften Rang belegt (aktuell Frankreich). Ein weiter Startplatz wird über die Play-Offs vergeben, die vor dem Start der CL ausgetragen werden. Die beiden Verbände, deren Clubs in der Vorsaison am besten abgeschnitten haben, bekommen die übrigen beiden Startplätze. Wenn beispielsweise Deutschland eine dieser Nationen ist, darf man sich in der folgenden Saison über fünf Startplätze freuen.

Fünfjahreswertung

Die UEFA ermittelt für jeden Verband einen Koeffizienten. Dieser setzt sich aus gewonnenen Spielen, Gruppensiegen und dem Abschneiden der jeweiligen Vereine des Verbandes zusammen. Durch diese Koeffizienten ergibt sich die jeweilige Anzahl der Startplätze im europäischen Wettbewerb. Dabei werden immer die letzten fünf Jahre betrachtet – daher spricht man von der Fünfjahreswertung.

UEFA verwirft Idee mit Vereinskoeffizienten für Champions League

In der ersten Fassung der Reform, hätten diese beiden Plätze durch Vereinskoeffizienten vergeben werden sollen. So hätten in der Vergangenheit erfolgreiche Vereine sozusagen ein automatisches Startrecht erhalten. Die Überlegung mit den Vereinskoeffizienten wurde wieder gestrichen. Diesbezüglich weist der Verband darauf hin, dass der offene Wettbewerb geschützt werden soll.

Die Reform mit dem neuen Spielmodus wird auch in der Europa League und der Europa Conference League angewandt. (jo)

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