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Zufrieden bei Chelsea. Trainer Tuchel, Spieler Pulisic, Foto: afp
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Zufrieden bei Chelsea. Trainer Tuchel, Spieler Pulisic,

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Tuchels Verdienste

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Seitdem der deutsche Trainer den FC Chelsea anleitet, geht es steil bergauf bei den Blues. Das hat Gründe.

Die Website der Europäischen Fußball-Union Uefa wird inzwischen in sieben Sprachen gepflegt, auch Russisch befindet sich darunter. Wenn nun am Freitag in der Uefa-Zentrale das Viertelfinale und Halbfinale der Champions League ausgelost werden, könnte allerdings auch der Slogan gelten: Man spricht Deutsch,

Zumindest kommen vier der acht Trainer aus Deutschland. Das gab es in der Königsklasse noch nie. Thomas Tuchel, erst kürzlich als Chefcoach beim FC Chelsea installiert, musste am Mittwochabend kurz überlegen, die anderen Namen zusammenzukriegen. Auf Hansi (Flick, Anm. d. Red.) war der Schwabe schnell gekommen, die Kollegen Edin Terzic bei seinem Ex-Verein Borussia Dortmund und Welttrainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool gesellen sich hinzu.

Der Erfolg deutscher Fußballlehrer wurde schon beim Final-8-Turnier im vergangenen Sommer ausgiebig erörtert, als Tuchel noch Paris St. Germain bis ins Finale coachte, um gegen Flicks FC Bayern knapp zu verlieren, nachdem er im Halbfinale RB Leipzig und Julian Nagelsmann stoppte. Vor jenem Halbfinale hatte sich der Fokus bereits auf die irgendwie ähnlichen und doch unterschiedlichen Trainertypen gerichtet. Gut möglich, dass es nun erneut zu einem deutsch-deutschen Kräftemessen in der Coaching-Zone kommt.

Tuchels besondere Befähigung steht außer Frage: Der einst beim FSV Mainz 05 von Christian Heidel ins kalte Wasser geworfene Jugendtrainer hat sich schneller als gedacht auch ans raue Klima auf der Insel gewöhnt. Es gibt gewisse leichtere Startvoraussetzungen, als Nachfolger der an der Stamford Bridge verehrten Vereinslegende Frank Lampard zu werden.

Aber die Bilanz des 47-Jährigen nach nicht einmal zwei Monaten spricht für sich: In 13 Spielen gab es noch keine Niederlage. Und erst zwei Gegentore. Große Namen wie der FC Liverpool, Manchester United und Atlético Madrid schafften es nicht, gegen sein Team ins Tor zu treffen. Das gehört zu Tuchels größten Verdiensten. Dabei spielen die Blues nicht ultradefensiv, aber die Raumaufteilung ist grandios, die Verteidigungsleistung im Kollektiv nahezu perfekt. Atleticos Tormaschine Luis Suarez und Supertechniker Joao Felix sahen im Rückspiel gegen einen Gegner, bei dem die deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner in der Startelf standen, kein Land.

Nur zur Erinnerung: In den Achtelfinals gegen den FC Bayern 2020 unterlag Chelsea 0:3 und 1:4. Zwar lag fast ein halbes Jahr zwischen den Partien, aber die Bayern kombinierten sich jeweils spielend leicht durch eine löchrige Deckung des englischen Vertreters, der nun zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder im Viertelfinale vertreten ist. Und nach derzeitigem Anschein der unbequemste Gegner für die Topfavoriten inklusive Titelverteidiger sein könnte.

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