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Findet’s toll: David Raum präsentiert sein Tattoo.
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Findet’s toll: David Raum präsentiert sein Tattoo.

TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim: David Raum und sein Traum

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Hoffenheimer Linksverteidiger David Raum ist zur Symbolfigur des Höhenflugs geworden.

Der Fußballprofi David Raum hat sich ziemlich verschandelt. Wird er vielleicht auch so sehen, wenn er alt geworden ist. Auf seinem Hals unterm rechten Ohr prangt nun ein frisches Tattoo, das bis hinten in den Nacken hinein wohl einen Vogel darstellen soll. Nun ja. Auf der Brust in Höhe des Schlüsselbeins hat sich der linke Verteidiger der TSG Hoffenheim die Worte „Living the dream“ eintätowieren lassen. Die präsentierte Raum stolz, indem er nach seinem Tor zum 3:1-Endstand gegen den FC Augsburg sein Trikot genau in diesem Bereich herunterzog, so dass die TV-Kameras und Fotografen den Sinnspruch gut erfassen konnten. Begründung: „Ich lebe den Traum von jedem kleinen Fußballjungen in Deutschland‚“

Bald nach Spielschluss stellte der 23-Jährige eine entsprechende Nahaufnahme auf seinen Instagramkanal - und wurde von den Nationalmannschaftskollegen Robin Gosens und Nico Schlotterbeck beglückwünscht. Die Anerkennung hat er sich erarbeitet.

Kaum war er im Sommer als der beste Zweitligaspieler der vergangenen Saison von der Spvgg. Greuther Fürth nach Hoffenheim gewechselt, durfte er auch schon sein erstes Länderspiel absolvieren. Als Einwechselspieler Anfang September beim hohen Sieg in Stuttgart gegen Armenien. Zuvor war der Düsentrieb als Stammkraft Mitglied des deutschen U-21-Europameisterkaders und der Olympiaauswahl gewesen.

Es ist also sehr nachvollziehbar, dass der körperlich sehr robuste, schnelle und flankensichere Verteidiger sich wie in einem Traum vorkommt. Schöner kann das Leben es mit einem kaum meinen. Sechs Vorlagen und zwei Tore hat er zum Hoffenheimer Höhenflug schon beigetragen. Das ist bemerkenswert für einen, der vorige Saison noch zweite Liga gespielt hat (dort mit 15 Vorlagen für den sensationellen Aufstieg zuständig war). Und der zuvor noch nicht einmal Stammkraft in Fürth gewesen war, weshalb er Profifußball wegen Corona bislang zumeist nur vor verwaisten Rängen kennengelernt hat. Erst die Umschulung von einer gut durchschnittlichen Offensivkraft zum linken Verteidiger mit viel Vorwärtsdrang hat David Raum zu dem gemacht, der er jetzt ist: ein ambitionierter Jung-Nationalspieler.

Und gerade auch eine Symbolfigur des unerwarteten Hoffenheimer Klettergangs bis hoch auf Rang drei der Bundesligatabelle. Wer das vor der Saison ernsthaft als Erwartungshaltung für die TSG vorhergesagt hätte, wäre vermutlich für alle Zeiten der Trainingsanlage in Zuzenhausen verwiesen worden. Stattdessen haben es die in der vergangenen Saison von Corona und Verletzungen besonders hart getroffenen Kraichgauer geschafft, sich auf hohem Niveau zu stabilisieren.

Um ehrlich zu sein: Das hatte dem eher farblos daherkommenden Trainer Sebastian Hoeneß niemand wirklich zugetraut. Hoffenheim mit Himmelstürmer David Raum auf links ist jetzt die größte Überraschung der laufenden Bundesligasaison.

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