Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Geradezu günstig: Cristiano Ronaldo.
+
Geradezu günstig: Cristiano Ronaldo.

KOMMENTAR

Transfersommer im Fußball: Ein Fest für Raffzähne

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen

Messi und Ronaldo sind die spektakulärsten Transfers in dem trotz Corona wieder sehr heißen Transfersommer. Von Demut ist nichts zu bemerken. Ein Kommentar.

Seine Durchlaucht Cristiano R. ist ein wahres Schnäppchen. 15 Mio zahlt Manchester United für die Rückkehr des verlorenen Sohnes, nur 15 Millionen. Das ist nicht der Rede wert. Peanuts.

Der gemeine Fußballfan hat sich ja an ganz andere Summen gewöhnt, 50, 100, 200 Millionen; Beträge, die völlig utopisch sind, verdreht, verwegen und verdorben, aber so tickt die Branche nun mal, so geht das im Profi(t)fußball. Und diese Pandemie, die die Menschheit bedroht und Existenzen zerstört, Corona? War was? Gibt es in diesem Geschäft nicht, zumindest nicht auf dem Niveau der absoluten Elite. Die ist zumeist gepampert von Scheichs, Oligarchen oder sonstigen Multi-Milliardären. Oder, siehe FC Barcelona, bis über beide Ohren verschuldet.

Für Ronaldo sind 15 Millionen angemessen, schließlich wird selbst dieser Übermensch älter, 36 ist er jetzt schon, und bei einer Restlaufzeit des Vertrages in Turin von einem Jahr ist keine große Kasse mehr zu machen. Aber darben muss er nicht, der stolze Portugiese, er darf, wenn er will, 560 000 Euro pro Woche ausgeben – oder 29 Millionen im Jahr. Das sind zwar zwei weniger als er in Italien verdient hat, aber hey, ist schon okay. Was ihn wahrscheinlich mehr ärgert, ist, dass sein ewiger Rivale, der kleine Mann aus Argentinien, dieser Leo Messi, bei den Scheichs von Paris ein bisschen dicker abkassiert, 670 000 Euro in der Woche oder 35 Millionen im Jahr. Damit kommt man wahrscheinlich kurzzeitig über die Runden.

Messi und Ronaldo waren sicher die spektakulärsten Transfers in dem trotz Corona wieder sehr heißen Transfersommer. Von Demut ist nichts zu bemerken. Ein Umdenken oder eine neue Bescheidenheit – nix da. Es wird weiter am ganz großen Rad gedreht. Ein Beispiel: Jack Grealish, der genau zwölf Länderspiele für England bestritten hat, wechselt für 118 Millionen Euro von Aston Villa zu Manchester City. Was kostet die Welt?

Der englische Meister wollte zudem 175 Millionen für Harry Kane berappen – Tottenham lehnte ab. Real Madrid war bereit, für Kylian Mbappé 180 Millionen hinzublättern – das war Paris Saint-Germain zu wenig.

Natürlich haben die Engländer auch in diesem Jahr am meisten Kohle rausgefeuert, aber auch die Bundesliga spart nicht, Platz drei in der Ausgabenliste – selbst wenn insgesamt weniger umgesetzt wurde als vor Corona.

Im vergangenen Jahrzehnt sind übrigens insgesamt fast 50 Milliarden US-Dollar für Transfers ausgegeben worden, und auch die Raffzähne werden immer reichen: 3,5 Milliarden wanderten in die Taschen der Berater. Ein Trauerspiel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare