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Erster Doppelpack im DFB-Dress: Jule Brand (rechts.).
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Erster Doppelpack im DFB-Dress: Jule Brand (rechts.).

Fußballerinnen marschieren

Torhunger in Essen

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Mit dem 7:0 gegen Israel holt sich das deutsche Frauen-Nationalteam wieder Selbstvertrauen.

Es wimmelt im Essener Stadion an der Hafenstraße an Erinnerungsstücke aus der deutschen Fußball-Geschichte. Alte Fotos, Schuhe oder Bücher zeugen davon, dass hier einst Helmut Rahn nicht nur aus dem Hinterhalt schoss. An der Heimstätte des Traditionsvereins Rot-Weiss Essen hat das deutsche Frauen-Nationalteam nun mit einem 7:0-Kantersieg gegen Israel den nächsten Meilenstein für die Qualifikation zur WM 2023 im fernen Australien und Neuseeland gesetzt. Im Gegensatz zum mageren 1:0-Arbeitssieg vor fünf Tagen gelang den DFB-Fußballerinnen ein deutlich verbesserter Auftritt, mit mehr Tempo, Tiefgang und Torhunger.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war zufrieden. „Wie die Mannschaft mit der berechtigten Kritik umgegangen ist, dass ist zufriedenstellend. Das ist alles fein, wir sind Gruppenerster.“ Die 53-Jährige weiß, dass ihr Ensemble in der Qualifikation wohl allein von Portugal am 30. November gefordert werden dürfte.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gespannt auf EM-Auslosung

Die Bundestrainerin hatte die Startelf auf sechs Positionen verändert und anfangs sogar auf Spielmacherin Dzsenifer Marozsan verzichtet – und dieser Impuls tat dem Team gut. „Wir hatten einen guten Zugriff und mehr Frische.“ Die Rotation war zudem ein Fingerzeig für die EM-Endrunde nächsten Sommer in England, die am Donnerstag (18 Uhr) in Manchester ausgelost wird.

„Wir werden nicht mit elf Spielerinnen um den Titel spielen. Wir brauchen den absoluten Mehrwert von der Bank“, sagte Voss-Tecklenburg. Und es helfen auch Entdeckungen wie die erst 19-jährige Jule Brand, die ihren ersten Doppelpack im Nationaltrikot schnürte (20./45.). Die Newcomerin hat laut Voss-Tecklenburg „ein Raketenjahr“ hinter sich.

Ansonsten sammelten die Torschützinnen Pluspunkte: die unermüdliche Kapitänin Sara Däbritz (26.), die eifrige Laura Freigang (42.) oder die spielfreudige Lina Magull (56.). Für die Schlusspunkte sorgten Tabea Waßmuth (71.) und Felicitas Rauch (79.). Die nur 1814 Zuschauenden benutzten artig bis zum Ende ihre ausgeteilten Klatschpappen.

Direktor Oliver Bierhoff und Interimspräsident Rainer Koch schauen zu

„Wir haben im Vergleich zum Hinspiel viel präziser gespielt und hätten sogar noch fünf Tore mehr schießen können, wenn die Israelinnen nicht immer noch ein Bein dazwischen bekommen hätten“, sagte Freigang, die bereits ihren achten Treffer im neuen Länderspiel anbrachte. Die 23 Jahre alte Stürmerin von Eintracht Frankfurt hatte den Vorzug vor der bei der SGS Essen ausgebildeten Lea Schüller bekommen.

Zufrieden schaute auch die Verbandsspitze mit Interimspräsident Rainer Koch, Generalsekretärin Heike Ullrich oder Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff zu. Mit großem Interesse wird nun verfolgt, welche Gegner bei der EM in England zugelost werden. Voss-Tecklenburg kann es kaum erwarten, wieder für Duelle auf Augenhöhe zu planen. Qualifikationsspiele gegen Gegner wie Israel sind, bei allem Respekt, nicht wirklich geeignet, Geschichte zu schreiben.

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