Bayern München und Borussia Dortmund sind nach der Corona-Pause gut gestartet.
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Bayern München und Borussia Dortmund sind nach der Corona-Pause gut gestartet.

Kommentar

Topteams in Topform

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Die Bayern marschieren, die Dortmunder ebenfalls - das verspricht ein höchst interessantes Gipfeltreffen am Dienstag. Der Kommentar.

Thomas Müller wünschte sich schon ein bisschen mehr Enthusiasmus, auch mal eine laute Anfeuerung und nicht nur leise Klatscher. Darüber müsse auf jeden Fall im Nachhinein gesprochen werden, ganz so einfach könne man es den Herren auf der Tribüne nicht machen, selbst wenn sie Beckenbauer und Hoeneß heißen und Ehrenpräsidenten des FC Bayern sind.

Bayern in „starker Verfassung“

Die beiden Münchner Edelfans, die von Müller nach dem lockeren 5:2 gegen Eintracht Frankfurt aufs Korn genommen wurden, bekamen von ihrer Truppe am Samstag viel Ansehnliches geliefert. Trotz zwischenzeitlicher „Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne“ (1:0-Schütze Müller) und „kleinerer Wackler“ (Trainer Flick) bei gegnerischen Eckbällen beeindruckte der formstarke Tabellenführer in seiner Gesamtheit. Hinten räumten Boateng und Alaba ab, davor gestaltete Kimmich, links rannte Davies den Frankfurtern davon, vorne tauschten Müller, Lewandowski und all die anderen Könner ständig ihre Positionen.

Die Corona-Pause hat den Münchnern entgegen der Hoffnungen der Konkurrenz nicht geschadet, Trainer Flick hat seiner Truppe noch erfolgreicher den statischen Kovac-Fußball ausgetrieben. „Die Bayern sind in einer starken Verfassung“, befand auch Beckenbauer, der ja nur noch selten in der Fröttmaninger Arena vorbeischaut, sich diesmal der Einladung von Vorstandsboss Rummenigge aber nicht verwehren konnte. „Unter diesen Umständen“, so der 74-Jährige, „war das wirklich sehr guter Fußball.“ Am Dienstag werden die Münchner wieder eine starke Leistung brauchen, wollen sie Verfolger Dortmund in der Tabelle auf Distanz zu halten. Das Gipfeltreffen des deutschen Fußballs verspricht Qualität und Spannung zugleich. Ebenso wie der FCB wirkt der BVB titelreif. „Wir marschieren, Dortmund marschiert – darauf können wir uns freuen“, hat Müller nicht umsonst erkannt. Es wird auf Nuancen ankommen.

Topspiel, Topteams, Topform – nicht nur Kaiser Franz wird auf dem Sofa gebannt zuschauen. Vielleicht ja sogar mit Anfeuerungsrufen.

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