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Starkes Trio : Bernardo Silva (v.l.), Raheem Sterling, Leroy Sané.

Premier League

Auf Titelkurs

Manchester City hat sich in der Tabelle wieder vor Liverpool geschoben. 

Gegen drohenden Schlendrian verordnete Pep Guardiola eine Mütze Schlaf. „Ich habe den Spielern gesagt, dass sie morgen nichts lesen und nicht den Fernseher einschalten sollen. Nur ausruhen und viel schlafen“, sagte der spanische Teammanager der Citizens. Denn nach dem hart erkämpften 2:0-Sieg im prestigeträchtigen Derby beim Stadtrivalen United ist Manchester City seine sechste Meisterschaft in der englischen Premier League unter normalen Umständen nicht mehr zu nehmen.

Mit eindrucksvollen elf Ligasiegen in Folge im Rücken klingt das Restprogramm mit Spielen gegen Burnley, Leicester und Brighton wie eine lästige Pflichtaufgabe. Und genau darin sieht Guardiola die Gefahr. „Wir fahren nun nach Burnley und wir wissen, wie schwer es dort wird“, sagte der frühere Bayern-Trainer: „Wir sind drei Spiele vor Saisonende noch nicht Meister – eigentlich unglaublich mit den Punkten, die wir haben und die Liverpool hat.“ Das Restprogramm der Reds liest sich ebenfalls ziemlich machbar: Am heutigen Freitag Zuhause gegen Absteiger Huddersfield Town (Platz 20), auswärts bei Newcastle United (Platz 13) und zum Schluss in Anfield gegen Favoritenschreck Wolverhampton Wanderers (Platz 7).

Mit 89 Zählern nach 35 Spielen liegt City nur knapp hinter dem Rekordschnitt aus der vergangenen Spielzeit, als das Team die 100 Punkte-Marke knackte. Der seit 29 Jahren nach einem Titel schmachtende Verfolger Liverpool hat mit 88 Punkten schon jetzt sechs Punkte mehr als der letztjährige Vizemeister United am Saisonende. „Was Liverpool in diesem Jahr gespielt hat, ist unglaublich. Aber es liegt in unserer Hand“, sagte Guardiola.

Fast hätte City den Vorteil allerdings verspielt. In der ersten Hälfte spielten die Citizens ungewohnt behäbig, erarbeiteten sich kaum Chancen. Erst mit der Einwechslung von Leroy Sané kam Schwung ins Spiel der Himmelblauen (51.). Drei Minuten später brachte Bernardo Silva nach Vorarbeit von Nationalspieler Ilkay Gündogan in Führung. In der 66. Minute durfte Sané selbst vollstrecken. Mit 157 Toren in dieser Saison wettbewerbsübergreifend brach City zudem seinen eigenen Rekord.

Pep gerne kritisch mit Sané

Für Sané war sein zehnter Saisontreffer eine Premiere: Bei seiner neunten Einwechslung schlug der 23-Jährige in der Liga erstmals als Joker zu. Möglicherweise muss er sich aber an diesem Zustand gewöhnen, denn zuletzt schenkte Guardiola auf den Flügeln lieber Bernardo Silva und Raheem Sterling das Vertrauen.

„Ich bin gerne kritisch mit ihm, weil ich sein Potenzial kenne“, sagte Guardiola. Dauerhaft möchte sich Sané mit der Rolle im zweiten Glied aber nicht anfreunden. Wie die englische Tageszeitung „Metro“ kolportiert, soll Sane mit der vorzeitigen Verlängerung seines bis 2021 laufenden Vertrags zögern.

Am anderen Ende der Stadt ist der Trainereffekt nach der siebten Pleite aus dem neunten Spiel nach dem Wechsel zu Vereinsikone Ole Gunnar Solskjaer längst verpufft. Als Fünfter muss United am Sonntag gegen den Vierten Chelsea unbedingt gewinnen, wenn die erneute Qualifikation für die Champions League gelingen soll. (sid/dpa)

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