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Höhepunkt einer Karriere voller Höhepunkte: Timo Boll als deutscher Fahnenträger bei den Sommerspielen 2016 in Rio.
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Höhepunkt einer Karriere voller Höhepunkte: Timo Boll als deutscher Fahnenträger bei den Sommerspielen 2016 in Rio.

Tischtennis

Timo Boll und der Olympia-Plan: „Paris ist nicht unmöglich“

Tischtennis-Star Timo Boll über das Ziel Olympia 2024, seine Popularität in China und die Pläne nach der aktiven Karriere.

Herr Boll, was bewegt Sie dazu, auch mit 40 Jahren immer noch den Tischtennis-Sport auf diesem Niveau zu betreiben?

Es macht mir weiterhin unheimlich viel Spaß. Die Routinen als Sportler, die Kameradschaft unter Sportlern gefallen mir einfach. Ich habe schon Probleme, davon loszulassen. Das wird mir mit Sicherheit einmal schwerfallen. So lange ich Spaß habe und auf einem anständigen Level spiele, so lange macht es noch Sinn.

Spielt Olympia 2024 bei Ihren Überlegungen eine Rolle?

Ich habe immer gesagt, dass es nicht unmöglich ist, in Paris zu spielen. Ich konzentriere mich aber erst einmal auf die anstehenden Herausforderungen und würde sagen, dass ich von Halbjahr zu Halbjahr schaue. Ich würde mich freuen, wenn ich in drei Jahren immer noch gut bin, dass ich zu diesem elitären Kreis dazugehöre. Ich möchte aber auf keinen Fall irgendwo mitspielen, nur weil ich Timo Boll heiße und jungen, hungrigen Spielern den Platz wegnehmen. So soll das nicht laufen.

Sie trainieren die meiste Zeit zu Hause, oder?

Ja, ich ergreife jede Möglichkeit, um zurück in den Odenwald zu kommen, trainiere aber auch in Düsseldorf bei meinem Verein. Es ist ganz gut aufgeteilt, eine gute Balance.

Ganz ohne Tischtennis können Sie wahrscheinlich nicht sein. Ist ihr Web-Coach-Projekt (timoboll-webcoach.com) etwas, was sie weiter ausbauen könnten?

Ich kann mir gut vorstellen, es nach meiner Karriere zu intensiveren. Ich bin ja auch ein Technik-Freak, und deshalb macht mir das auch sehr viel Spaß, mein Know-how auf digitale Art und Weise weiterzugeben. Bisher können Spieler sich dort Technikvideos anschauen, die ich erkläre, Trainingssessions buchen oder auch Videocalls.

Wie ist die Resonanz?

Wir wachsen, wollen bald auch mit einer englischen Version auf den internationalen Markt.

In chinesischen Schriftzeichen die Webseite aufzusetzen, ist wahrscheinlich nicht so einfach...

Zu Beginn wollten wir tatsächlich auch auf den chinesischen Markt, aber so etwas gestaltet sich schwieriger, als man denkt.

Stimmt es eigentlich, dass Sie in China nicht auf die Straße gehen können, ohne direkt von Autogrammjägern belagert werden?

In China ist Tischtennis eben Volkssport. Ich war die letzten 20 Jahren wohl ihr größter Konkurrent, dadurch bin ich in China auch recht bekannt. Ich denke, ich habe mich immer anständig verhalten, dadurch ist mein Name populär und eine Fan-Base vorhanden. Dort werde ich wesentlich mehr erkannt. Auch mal ein wenig das Star-Dasein zu erleben, ist eigentlich ganz angenehm. In Deutschland habe ich ein relativ normales Leben, stehe nicht im Rampenlicht.

Auf welches Ereignis der Karriere schauen Sie am liebsten zurück?

Ich könnte jetzt irgendeinen Erfolg nennen, bin aber jemand, der nicht nur Niederlagen gut wegsteckt. Auch Erfolg sind bei mir schnell verflogen. Das hat mich auch am Boden gehalten, dass ich nicht auf irgendeiner Wolke geflogen bin.

Und die Aufgabe als Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier in Rio?

Klar sind das besondere Momente, in denen man sich sehr, sehr geehrt fühlt. Die man aufsaugt, auf die man stolz ist. Das ist etwas sehr Intimes, was leider nicht viele Menschen verspüren können.

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