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Angeschlagen: Thomas Hitzlsperger.
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Angeschlagen: Thomas Hitzlsperger.

Datenaffäre beim Bundesligisten

Tiefe Abgründe beim VfB Stuttgart

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Datenverstöße rund um Mitgliederversammlung könnten dem Klub ein hohes Bußgeld einbringen. Der Druck auf VfB-AG-Chef Thomas Hitzlsperger wächst.

Der VfB Stuttgart hat sich am Samstag zur Wehr gesetzt. Weniger auf dem Platz, wo beim 2:5 in Leverkusen auch eine Handspielentscheidung den Gästen zum Nachteil gereichte, die niemand verstand; sondern vielmehr gegen die Darstellung eines „Spiegel“-Artikels, wonach es bei der Mitgliederversammlung zur Gründung einer VfB-Profi-Aktiengesellschaft im Sommer 2017 zu Manipulationen an den Wahlgeräten gekommen sein soll. „Wir haben keinerlei technische Probleme feststellen können“, so der von einem heftigen Machtkampf zerzauste Klub.

Linderung verschafft das aber nur wenig in der sogenannten Datenaffäre. Die vom VfB beauftragte Firma Esecon hat ihren Abschlussbericht inzwischen vorgelegt, der prompt an das Nachrichtenmagazin durchgesteckt wurde. Präsident Claus Vogt hat wegen mutmaßlichen Geheimnisverrats deshalb die Staatsanwaltschaft Stuttgart eingeschaltet. Zuvor hatte bereits der Landesdatenschutzbeauftragte ein Bußgeldverfahren wegen erheblicher Datenverstöße eingeleitet. Vorwurf, der dem Klub bis zu 20 Millionen Euro Bußgeld kosten könnte: Es seien im Jahr 2016 bewusst zehntausendfach Daten von Mitgliedern an einen externen Dienstleister weitergegeben worden, um per „Guerillamarketing“ kritische Mitglieder zu beeinflussen, die seinerzeit gegen die Ausgliederung der Profiabteilung waren. Weiß Gott kein Bagatelldelikt.

Im „Spiegel“-Bericht kommen nicht nur zwei aktuelle Präsidiumsmitglieder - Gegner des Vereinschefs Vogt - ganz schlecht weg. Sie hätten die Recherchen der Ermittler von Esecon behindert. Auch Vorstandschef Thomas Hitzlsperger habe VfB-Mitarbeiter informiert, sie könnten sich der Befragung verweigern.

Der Druck auf Hitzlsperger, umjubelter Meisterspieler und Torschütze im entscheidenden Spiel Mai 2007, könnte kaum größer sein. Nach niveaulosen verbalen Angriffen auf Vogt, einer bald wieder zurückgezogenen, hochnotpeinlichen Präsidentschaftskandidatur und den jüngsten Veröffentlichungen ist seine Position schwächer denn je.

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