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Romelu Lukaku (links) und Thomas Tuchel haben sich schon mal besser verstanden.
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Romelu Lukaku (links) und Thomas Tuchel haben sich schon mal besser verstanden.

Ärger beim FC Chelsea

Thomas Tuchel schwillt die Zornesader

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Trainer muss die erste richtige Krise beim FC Chelsea bewältigen. Das liegt auch an seltsamen Aussagen von Stürmer Ronelu Lukaku. Ein Kommentar.

In der Premier League herrschen inzwischen deutsche Verhältnisse. Manchester City führt nach dem hochklassigen 2:2 des FC Chelsea gegen den FC Liverpool mit zehn Zählern vor den Blues und elf Punkten vor den Reds.

Thomas Tuchel muss ein knappes Jahr nach Arbeitsantritt in Süd-London die erste ernsthafte Krise moderieren. Zuvor war es nur aufwärts gegangen. Tuchel hatte Chelsea nach Übernahme von Klubikone Frank Lampard von Rang neun auf einen Champions-League-Platz geführt. Und er hatte das Team zum Sieg in der Königsklasse gecoacht.

Auch die neue Saison startete stabil. Chelsea kassierte in den ersten zwölf Spielen der Premier League nur vier Gegentore. In den neun Spielen seitdem kamen jedoch zwölf Treffer hinzu. Seit dem 2:3 Anfang Dezember bei West Ham United wurde aus einem Ein-Punkt-Vorsprung vor City ein Zehn-Punkte-Rückstand.

Chelsea hat die von Tuchel nahezu perfekt gerettete Saison 2020/21 mit einem monumentalen Verlust von umgerechnet 173 Millionen Euro abgeschlossen. Schon die Offensivleute Kai Havertz, Christian Pulisic, Timo Werner und Hakim Ziyech hatten zusammen 234 Millionen Euro allein an Ablöse gekostet. Zur neuen Saison wurde dann Romelu Lukaku für 115 Millionen Euro von Inter Mailand dazugeholt.

Tuchel ist gefordert

Trotz dieser voluminösen Investitionen hakt es nun. Man kann das gut am Gesicht und Gebaren von Thomas Tuchel ablesen. Englische Reporter nahmen den Perfektionisten bis vor kurzem als erstaunlich charmant wahr (aus Deutschland hatten sie zuvor anderes gehört), Jetzt muss der Trainer mit größtmöglicher Selbstdisziplin an sich halten, um im Fall Lukaku sein qua Charakter nicht unbedingt überbordendes diplomatisches Geschick nutzen.

Der belgische Stürmer hat öffentlich Missbehagen über Tuchels Taktik zum Ausdruck gebracht und zudem neben seiner Liebe zu Ex-Klub Inter auch unverhohlenes Interesse an Bayern München, Real und dem FC Barcelona geäußert. Dort, so die Quintessenz seiner Ergüsse, habe er im Sommer eigentlich lieber hinwechseln wollen, aber dann sei halt der FC Chelsea übriggeblieben.

Dass Tuchel angesichts derartiger Dummheiten eines der weltweit bestbezahlten Fußballprofis die Zornesadern schwillt, ist verständlich. Der junge, wilde Tuchel hätte Lukaku mutmaßlich nicht nur für eine Spiel suspendiert. Der im Umgang mit Stars längst gestählte Tuchel mag innerlich überkochen, hält die Tür jedoch offen. Chelsea kann es sich zwar leisten, aber gewiss nicht brauchen, Kapital zu verbrennen. Chelsea benötigt einen Lukaku, der Tore macht und ansonsten den Mund hält.

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