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Thomas Helmer macht sich nach „One Love“-Debatte für Katar stark: „Sollte sich schämen“

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Thomas Helmer plädiert auf Instagram für die Einhaltung der Regeln in Katar und Respekt gegenüber der Kultur. Dafür wird der Moderator allerdings scharf kritisiert.

München - Das Sportliche steht bei der Fußball-WM in Katar bisher im Hintergrund. Zu brisant sind die Themen abseits des Platzes. Sollen die Mannschaften Zeichen gegen die Situation im Emirat setzen und mögliche harte Strafen in Kauf nehmen oder nicht? Der ehemalige Bayern-Spieler und TV-Moderator Thomas Helmer (57) hat eine klare Meinung, wie tz.de berichtet.

Thomas Helmer
Geboren: 21. April 1965 (57 Jahre) in Herford
Beruf: Sportmoderator
Stationen als Spieler: Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, FC Bayern München, AFC Sunderland, Hertha BSC, SV Seligenporten
Länderspiele: 68 (5 Tore)

WM 2022: Helmer fordert, sich an die Regeln in Katar zu halten und die Kultur zu respektieren

Auf seinem Instagram-Account plädiert der 57-Jährige dafür, dass sich die WM-Teilnehmer an die Regeln in Katar halten. „Es ist doch eigentlich ganz einfach“, beginnt er. „Wenn wir in Deutschland Ausländer willkommen heißen, möchten wir, dass sie sich an unsere Regeln halten und unsere Kultur respektieren.“ Er selbst würde das auch tun, wenn er nach Katar oder in andere Länder reist.

Diese Worte erinnern an die des französischen Kapitäns und Nationaltorhüters Hugo Lloris, der so seinen Verzicht auf das Tragen der „One Love“-Armbinde begründet hat. Doch damit nicht genug. „Wenn mir irgendwas an einem Land ‚nicht‘ passt, dann reise ich dort einfach ‚nicht‘ hin. Was ist daran so schwer zu verstehen“, schreibt Helmer weiter. Der DFB hätte demnach gar nicht erst nach Katar fliegen dürfen.

WM 2022: Helmer will sich nicht zu den Missständen in Katar äußern

Dass sich jede Nation von seinen Gästen wünscht, sich ein Stück weit anzupassen und deren Regeln zu respektieren, ist selbsterklärend. Den Spielern fällt es wohl schwer, dies bei einem Land wie Katar zu tun, welches in Sachen Gleichberechtigung und Menschenrechte hinterherhinkt. Bislang musste aber immer nach dem Willen der FIFA - und somit des Gastgeberlands - gehandelt.

Helmer teilte schon Anfang des Jahres auf Instagram mit, dass er sich nicht an politischen Diskussionen zur WM beteiligen werde. Für ihn gehe es „hier einfach um den schönsten Sport der Welt“. Entsprechend habe er sich sehr auf das Turnier gefreut. Brisant: Der heutige Moderator deaktivierte die Kommentare zu seinem Beitrag, vermutlich wohl wissend, dass seine Ansichten auf reichlich Kritik stoßen könnten.

Thomas Helmer macht sich nach „One Love“-Debatte für Katar stark: „Sollte sich schämen“

Auch bei seinem jüngsten Post stellt der 57-Jährige die Kommentarfunktion aus. Der Ärger der Fußballfans bleibt ihm aber trotzdem nicht erspart. Auf Twitter wird kräftig gegen den ehemaligen Nationalspieler ausgeteilt. „Thomas Helmer ist auch nicht mehr ganz knusper“, schreibt ein Nutzer.

Andere gehen sogar noch weiter. „Thomas Helmer sollte sich schämen“. Selbst der Vorwurf des Rassismus steht im Raum: „Ich wusste nicht, dass Thomas Helmer ein Rassist und ein Heuchler ist. Was für eine dumme und lächerliche Aussage.“ Es zeigt sich einmal mehr: Wer zur WM in Katar eine politische Aussage macht, muss nicht nur genau überlegen, was er sagt, sondern auch mit Kritik rechnen. (jg)

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