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Testen ohne Ende: Warum soll es Nationalspielern oder Reportern anders ergehen als diesem niederländischen Fan?
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Testen ohne Ende: Warum soll es Nationalspielern oder Reportern anders ergehen als diesem niederländischen Fan?

Glosse

Testen wie die Profis

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Auch die Reporter sind im Test-Stress, man kann schon sagen: Man begegnet einem Nationalspieler derzeit auf Nasenloch- und Rachenhöhe.

Nun ist es dank der Europameisterschaft auch normalen Menschen wie uns Reportern vergönnt, eine Art Leben zu führen wie ein hoch dotierter und geschätzter Fußballprofi: Wir müssen uns täglich testen lassen. Wir erschauderten ja geradezu, wenn ein Fußballer sagte: „Ich hatte im vergangenen Monat 24 Tests.“ Klang unvorstellbar.

Nun die eigene Bilanz: Der Autor dieser Zeilen hatte bis vor gut einer Woche gerade einmal einen Schnelltest Ende April erlebt, weil der Pflicht war, um an einer Ausgabe des „Doppelpass“ teilzunehmen. Das Programm zuletzt: Montag PCR, Dienstag PCR, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, gestern Antigen-Test. Da kann man schon sagen: Man begegnet einem Nationalspieler derzeit auf Nasenloch- und Rachenhöhe.

Vier der Tests wurden im Center genommen, das der DFB und Adidas in Herzogenaurach aufgebaut haben. Am ersten Tag war das ganz angenehm: Die Personalien wurden registriert, in der Kabine fragte eine freundliche Dame: „Haben Sie ein Lieblingsnasenloch?“ Das Stäbchen in der Nase war viel angenehmer als der Tupfer im Rachen (Würgreiz!).

Doch ab Tag zwei und drei: Das Personal ein anderes. Grimmiger. Metzgerartiger. Aus sensiblen Journalisten-Nasenlöchern troff Blut. Beziehungsweise: Beim Verlassen des Testpavillons kam es zu Superspreading-Niesern, die weder eine Maske noch eine Armbeuge aufhalten können.

Wie der Flurfunk verriet: Die guten Tester, die Mozarts am Stäbchen, wurden zur Mannschaft befördert. Wir gehen davon aus, dass die Spieler sorgfältiger behandelt werden („Haben Sie ein Lieblingsnasenloch, Herr Kimmich?“), sie nicht täglich ihre Versichertenkarte vorlegen und ihre Postleitzahl angeben müssen und man Sie von vornherein mit Namen anspricht (außer bei Klostermann und Halstenberg, die müssen verwechselt werden, so will es das Gesetz).

Reporter-Testprogramm gestern übrigens: Vormittags Antigen für Eintritt ins Spiel am Abend, nachmittags PCR, um am Donnerstag wieder berechtigt zu sein, in Herzogenaurach ein Schnelltest-Stäbchen ins Nasenloch gesteckt zu bekommen. Leben am Limit.

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