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Hat Freude an seiner Mannschaft: Ein gut geschminkter und kostümierter Dänemark-Fan.
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Hat Freude an seiner Mannschaft: Ein gut geschminkter und kostümierter Dänemark-Fan.

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Tatendurstige Dänen

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Es ist angerichtet für das Heimspiel des souveränen Tabellenführers in der WM-Qualifikation gegen ein darbendes Österreich.

Es gibt kein anderes Team in Europa, das ein solch eindrucksvolle Zwischenbilanz in der WM-Qualifikation aufzuweisen hat wie Dänemark: Sieben Spiele, sieben Siege. Torverhältnis 26:0. Das ist in einer Gruppe mit Schottland, Österreich und Israel, zudem den Färöer Inseln und der Republik Moldau, nicht selbstverständlich. Nun ist alles angerichtet für das Heimspiel am Dienstagabend vor 35 000 Fans im Parken von Kopenhagen, um die nächste Party zu feiern: Zu Gast sind jene Österreicher, die das Team von Nationaltrainers Kasper Hjulmand im Wiener Prater im Frühjahr mit 4:0 überrollte.

Damals war das in Österreich eher als Ausrutscher abgetan worden, zumal bei der Europameisterschaft beide Teams Pluspunkte sammelten: Die Österreicher brachten den späteren Titelträger Italien in einem begeisternden Achtelfinale in Wembley an den Rand einer Niederlage, die Dänen trotzten der Tragik um ihren mit Herzstillstand zusammengebrochenen Spielmacher Christian Eriksen, erreichten auf bemerkenswerte Art und Weise das Halbfinale, wo sie den Engländern einen heroischen Kampf lieferten. In der Nachschau der EM-Endrunde fällt jetzt auf: Nur die Skandinavier haben offenbar ein festes Fundament gebaut, das sie gleich ins nächste Turnier trägt. Und bekanntlich ist die Qualifikation für eine WM deutlich schwieriger als eine EM, weil nur 13 Europäer dran teilnehmen dürfen.

Gegenbeispiel Österreich

Warum vereint sich in Dänemark mit nicht mal sechs Millionen Einwohner gerade mehr fußballerische Qualität als in Österreich seinen fast neun Millionen Bundesbürgern? Das könnte durchaus damit zusammenhängen, dass das Elitepersonal nicht fast ausschließlich aus der deutschen Bundesliga kommt. Kasper Schmeichel (Leicester City), Simon Kjaer (AC Mailand), Jannik Vestergaard (FC Southampton), Pierre Emile Höjbjerg (Tottenham Hotspur), Martin Braithwaite (FC Barcelona) oder Mikkel Damsgaard (Sampdoria Genua) führen verschiedene Einflüsse aus den Topnationen zusammen.

Folge: Das Team wirkt robuster und flexibler als jenes der Österreicher, deren deutscher Trainer Franco Foda in der Öffentlichkeit bis heute einen schweren Stand hat. Sollten die WM-Träume jetzt endgültig platzen, dann wünscht sich vielleicht auch der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) noch mal einen neuen Impuls. Denn eines soll unter allen Umständen vermieden werden: Dass die Alpenrepublik bei der EM 2024 in Deutschland fehlt.

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